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Kritik am Entwurf zur GKV-Beitragsstabilisierung

21.04.2026, 12:54 Uhr

Foto: DRF-Luftrettung

Luftrettungsorganisationen warnen vor den Folgen


Die Luftrettungsorganisationen ADAC-Luftrettung, DRF-Luftrettung und Johanniter-Luftrettung warnen vor den Auswirkungen des Referentenentwurfs zur Stabilisierung der GKV‑Beitragssätze. Die geplanten Sparmaßnahmen des Bundesgesundheitsministeriums würden die finanzielle Basis der Luftrettung gefährden und damit die notfallmedizinische Patientenversorgung schwächen.

Kritisiert wird vor allem die vorgesehene Orientierung an der Grundlohnrate und die geplante zusätzliche Absenkung dieser um ein Prozent in den Jahren 2027 bis 2029. Die Grundlohnrate bilde zwar die allgemeine Lohnentwicklung ab, jedoch nicht die tatsächlichen Kosten der Luftrettungsorganisationen. Für den Betrieb der Rettungshubschrauber sind z.B. hochqualifizierte Pilotinnen, Piloten und medizinische Fachkräfte notwendig, deren Vergütung wettbewerbsfähig bleiben müsse. Des Weiteren verweisen die Organisationen auf langfristige Kalkulationen und Verträge. So werden Hubschrauber z.B. über rund 20 Jahre abgeschrieben. Durch die geplanten Änderungen werde u.a. die wirtschaftliche Planungssicherheit gefährdet.

Darüber hinaus widersprächen die Regelungen den Zielen der geplanten Reform der Notfallversorgung, zumal der Bedarf an Sekundärtransporten zwischen Kliniken aufgrund von Veränderungen in der Kliniklandschaft weiter steigen werde. Ergänzend entscheide eine funktionierende Luftrettung nicht nur über das Überleben der Patientinnen und Patienten, sondern führe aufgrund der schnelleren präklinischen Versorgungszeit auch zu verminderten Folgekosten und einer schnelleren Wiedereingliederung. Sie leistet somit auch einen volkswirtschaftlichen Beitrag.  

Die Organisationen fordern daher eine Anpassung des Entwurfs und einen Ausnahmetatbestand für die §§ 71 und 133 SGB V, um zukünftige nicht vorhersehbare und nicht beeinflussbare Kostensteigerungen ausgleichen zu können, z.B. bei steigenden Kraftstoffpreisen.

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