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Leitstelle Freiburg nutzt Live-Video bei Notrufen

12.03.2026, 12:04 Uhr

Foto: S. Drolshagen

Schnellere Einleitung von Maßnahmen möglich


In der Integrierten Leitstelle Freiburg gehen täglich bis zu 1.400 Notrufe ein, aus denen Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst entstehen. Um Notlagen künftig schneller und präziser einschätzen zu können, setzt die Leitstelle nun auf eine neue technische Lösung: Mit der Funktion „Live-Video“ kann bei Bedarf ein Videobild direkt aus der Smartphone-Kamera von Anrufenden übertragen werden. Die Anwendung soll es den Disponentinnen und Disponenten ermöglichen, sich bereits während des Notrufs ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Dadurch lassen sich Einsatzlagen genauer beurteilen und notwendige Maßnahmen schneller einleiten. Entwickelt wurde die Technik unter maßgeblicher Beteiligung von Henning Schmidtpott vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Google.

Bislang mussten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstelle ausschließlich auf die Schilderungen der Anrufenden verlassen. Künftig können zusätzlich Bilder in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Dies kann insbesondere in zeitkritischen Situationen entscheidende Vorteile bringen. Die Nutzung der Videoübertragung wurde bewusst möglichst einfach gestaltet. Während bislang ein Link per SMS verschickt und geöffnet werden musste, kann die Leitstelle das Live-Video nun direkt anfordern. Auf dem Smartphone der Anrufenden erscheint lediglich eine kurze Abfrage. Wird diese bestätigt, beginnt die Übertragung. Der Dienst soll derzeit auf allen Android-Geräten ohne zusätzliche App oder besondere Einstellungen funktionieren. Für iPhones steht eine entsprechende Lösung noch aus.

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