
Dr. A. Mitrenga-Theusinger (Medizinische Geschäftsführerin Klinikum Leverkusen), Dr. D. Vlajnic (Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche), PD Dr. C. Adler, S. Hebbel (Oberbürgermeister), E. Klein (Kinderärztin u. Notfallmedizinerin), M. Weigelt (Fachkinderkrankenschwester), T. Kresse (Leiter Feuerwehr Leverkusen), J. von Beesten (Björn-Steiger-Stiftung) und K. Albanese (Notfallpflegerin) Foto: Klinikum Leverkusen
Das Klinikum Leverkusen, die Berufsfeuerwehr Leverkusen und die Björn-Steiger-Stiftung haben sich zusammengeschlossen, um die Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Ziel ist es, junge Patientinnen und Patienten schneller, strukturierter und mit hoher Expertise zu versorgen. Dafür steht nun ein speziell ausgebautes Sonderfahrzeug für das Kindernotarzt Team bereit. Mit diesem Fahrzeug rücken ab sofort besonders qualifizierte Kinderärztinnen und ärzte zu Einsätzen aus. Die Alarmierung erfolgt über die Feuerwehr Leverkusen, in deren Alarm und Ausrückeordnung das Team fest integriert ist. Das Kindernotarzt Team werde durch die Leitstelle zu allen Notfällen mit Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren zusätzlich alarmiert, bei denen auch ein regulärer Notarzt eingesetzt werde, erklärte der Leiter der Feuerwehr Thomas Kresse.
Stationiert wird das Fahrzeug an der Zentralen Notaufnahme des Klinikums, sodass das Einsatzteam aus den Reihen des Großkrankenhauses bei einer Alarmierung unmittelbar ausrücken kann. Gebildet wird es stets von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Kinderheilkunde mit der Zusatzweiterbildung Notfallmedizin und einer speziell qualifizierten Pflegefachkraft. Dieses Zweiergespann verfüge über das nötige Know-how, um eine schnelle Erstversorgung von Kindern in kritischen Situationen zu gewährleisten, so Dr. Dejan Vlajnic, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche, der das Projekt im vergangenen Jahr zusammen mit zwei Kollegen initiiert hat: Michael Stunz, Intensivmediziner und Ärztlicher Leiter des städtischen Rettungsdienstes, sowie Dr. Christoph Adler, Direktor der Klinik für Akut- und Notfallmedizin.
Die Notfallversorgung gehe auch über die Stadtgrenzen hinaus. So fahre das Team bei lebensbedrohlichen Situationen auch nach Köln, und in den ersten Tagen habe es auch bereits Einsätze im Kreis Mettmann und im Rheinisch-Bergischen Kreis gegeben, betonte Adler. Die Kosten für die Anschaffung und den Betrieb des Sonderfahrzeuges in dem zunächst zweijährigen Projektzeitraum werden von der Björn-Steiger-Stiftung übernommen.
In der ersten Phase wird das Fahrzeug montags bis freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr eingesetzt, bei Bedarf auch für Verlegungen schwerkranker Kinder zwischen Kliniken. Perspektivisch sollen die Einsatzzeiten erweitert werden. Um den Nutzen des Systems für die Versorgungsqualität sichtbar zu machen und Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung zu gewinnen, plant die Björn-Steiger-Stiftung zudem eine wissenschaftliche Auswertung der Einsätze.
