Seit Samstag, den 3. Januar, sind jeweils rund 130 Einsatzkräfte in 12-h-Schichten im betroffenen Berliner Südwesten im Einsatz. Insgesamt waren bereits über 450 Helferinnen und Helfer aktiv (Stand Montagabend). Schwerpunkt des Einsatzes ist weiterhin die Notstromversorgung. Die THW-Kräfte betreiben aktuell insgesamt sieben Einspeisestellen, insbesondere Pflege- und Betreuungseinrichtungen, aber auch eine Tierklinik wird mit Strom versorgt. In Absprache mit der Feuerwehr sind zwei Erkundungsteams im Blackout-Gebiet unterwegs, um zu prüfen, welche weiteren Einrichtungen mit Strom versorgt werden können. Die THW-Helferinnen und -Helfer bauen zudem Notunterkünfte auf. Ebenfalls betreibt das THW bis zu elf Notrufannahmestellen, bei denen die Bürgerinnen und Bürger informiert werden und Notrufe von dem THW-Einsatzfahrzeug aus per Funk an die Feuerwehr weitergeleitet werden können. Außerdem sind seit Montagnachmittag zwei THW-Großaggregate an einem S-Bahnhof im betroffenen Gebiet im Einsatz, damit der S-Bahnbetrieb sichergestellt werden kann.
Die an das THW gerichteten Einsatzaufträge werden vom THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt erfüllt, weitere Landesverbände stehen bei Bedarf mit spezialisierten Fachgruppen bereit. So unterstützen auch zwei Fachgruppen Elektroversorgung aus Bremen und Niedersachsen mit Notstromersatzaggregaten. Es sei mit zusätzlichen Anforderungen im weiteren Verlauf des Einsatzes zu rechnen. So werde die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung in allen betroffenen Bereichen noch Tage dauern.

