Mit der ersten mobilen Atemschutzübungsstrecke erhält das THW neue Möglichkeiten für eine ortsnahe, standardisierte Ausbildung seiner Einsatzkräfte. Die mobile Anlage wurde von der Stiftung THW gemeinsam mit Siemens Caring Hands e.V. an die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk gespendet und zum Abschluss des 75. Jubiläumsjahres offiziell übergeben.
Die regelmäßige Ausbildung unter Atemschutz ist Voraussetzung für Einsätze unter erschwerten Bedingungen, etwa bei Einsätzen mit Gefahrgütern, Bränden zur Unterstützung der Feuerwehren oder im Zivilschutz. In jedem der bundesweit 714 Technischen Züge des THW sind Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger vorgesehen, die jährlich eine verpflichtende Belastungsübung absolvieren müssen. Bisher war dies aufgrund fehlender dezentraler Übungsanlagen häufig mit langen Anfahrtswegen verbunden. Die neue mobile Atemschutz-Übungsstrecke soll hier Abhilfe schaffen. Untergebracht in einem Sattelauflieger verfügt sie über einen Leitstand, einen Konditionsbereich mit Trainingsgeräten sowie eine 28 m lange Orientierungsstrecke auf zwei Ebenen. Zur Ausstattung zählen u.a. Fahrradergometer, Laufband, Endlosleiter, Nebel- und Lichttechnik, Hinderniselemente, Klimatisierung sowie Wärmebildkameras. Die Anlage orientiert sich an bewährten Konzepten deutscher Berufsfeuerwehren und wurde speziell auf die Anforderungen des THW angepasst.
Im Pilotbetrieb soll die mobile Einheit rund 150 Ortsverbände im Modellraum Norddeutschland versorgen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine mögliche spätere bundesweite Nutzung ein. Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf rund 1,1 Mio. Euro. Die Spende umfasst das komplette Fahrzeug mit sämtlicher Trainings- und Überwachungstechnik.
Mobile Atemschutzübungsstrecke für das THW
18.12.2025, 09:59 Uhr
Spende in Höhe von 1,1 Mio. Euro

