Das Land Hessen hat die Weichen für die Weiterentwicklung der hessischen Luftrettung gestellt. Ziel sei, die Strukturen den neuesten medizinischen und technischen Anforderungen anzupassen, um eine zukunftsfähige und zuverlässige Notfallversorgung zu gewährleisten.
Grundlage für die Modernisierung sollen die Daten einer aktuell durchgeführten Struktur- und Bedarfsanalyse sein, die sowohl die Luftrettung als auch ärztlich begleitete Sekundärtransporte einbezieht. In dieser wird die aktuelle Situation bewertet und es werden die Entwicklungen bis 2035 prognostiziert. Außerdem fließen auch die Auswirkungen der Krankenhausreform in die Bewertung ein. Auf Basis der Analyse soll nun geklärt werden, wie viele Luftrettungsmittel und Intensivtransportwagen künftig benötigt werden, wo sie stationiert sein sollten und welche Einsatzzeiten erforderlich sind.
Aktuell betreibt das Land Hessen fünf Luftrettungsmittel, darunter zwei Zivilschutzhubschrauber, ein ADAC-Rettungshubschrauber, ein Johanniter-Intensivtransporthubschrauber sowie eine Ersatz- und Verstärkungsmaschine der Johanniter. Ergänzt wird das System durch den überregionalen, bodengebundenen Intensivtransport an neuen Standorten. Im vergangenen Jahr wurden in Hessen über 4.500 Hubschraubereinsätze sowie mehr als 3.000 Intensivtransporte durchgeführt.

