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Neuer Aktionsplan für bayerisch-tschechische Zusammenarbeit

30.09.2025, 12:36 Uhr

Foto: BayStMI

Projektumsetzung auf Landes- und Regionalebene


Für die grenzübergreifende Zusammenarbeit bei Katastrophenereignissen zwischen Bayern und Tschechien setzt sich eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Brand- und Katastrophenschutzes aus beiden Ländern unter Leitung beider Innenministerien ein. Nun wurde ein neuer Aktionsplan erstellt.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat gemeinsam mit der Generaldirektion der tschechischen Feuerwehr des dortigen Innenministeriums den Impuls des Beirates für eine gemeinsame Arbeitsgruppe aufgegriffen und realisiert. Zuletzt hat die Arbeitsgruppe im Rahmen einer Initiative der Europäischen Kommission und der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen „Resiliente Grenzen – Pilotaktion zur grenzübergreifenden Raumplanung und Krisenbewältigung“ bereits einen Aktionsplan ausgearbeitet. In diesem Zusammenhang wurde eine umfassende Risikoanalyse des gesamten Grenzgebietes durchgeführt. Zudem wurde eine Übersicht über Zuständigkeiten, Abläufe und rechtliche Rahmenbedingungen erarbeitet. Das gemeinsame Pilotprojekt erhielt eine Förderung aus EU-Mitteln in Höhe von 40.000 Euro. Vor Kurzem wurden die Ergebnisse bereits im Rahmen einer Fachkonferenz präsentiert. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollen nun konkrete Projekte auf Landes- und Regionalebene umgesetzt werden: So sollen u.a. die tschechischen Leitstellen mit den Integrierten Leitstellen in Bayern gekoppelt, die gemeinsame Brandbekämpfung aus der Luft verbessert und spezielle Ausrüstung wie z.B. Drohnen, Flashover-Container und mobile 5G-Sender gemeinsam genutzt werden.

Im Rahmen der Bayerischen Feuerwehraktionswoche, die vom 20. bis zum 28. September 2025 stattfand, wurde eine großangelegte Katastrophenschutzübung am vergangenen Samstag im Raum Selb-Aš-Libá durchgeführt: Mehr als 450 Einsatzkräfte aus Bayern, Sachsen und Tschechien trainierten an diesem Tag die gemeinsame Bekämpfung eines Waldbrandes. In die Konzeption der Übung seien die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Analysen bereits eingeflossen, erklärte Martin Schöffel, Finanz- und Heimatstaatssekretär und zugleich Beiratsvorsitzender der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Tschechien. Die zuständigen Akteure vor Ort arbeiteten bereits sehr erfolgreich zusammen. Im Beirat setze man sich gezielt für eine noch engere Koordinierung grenzüberschreitender Einsätze bei Großschadenslagen wie etwa Waldbränden oder Blackouts ein, so Schöffel weiter. 

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