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Neues Zuhause für „Christoph 25“ in Siegen

05.08.2021, 14:36 Uhr

Foto: Diakonie-Klinikum Jung-Stilling

Dachlandeplatz in 50 m Höhe


Am 29. Juli wurde die neue Luftrettungsstation auf dem Dach des Diakonie-Krankenhauses Jung-Stilling in Siegen im Rahmen einer Feierstunde der Öffentlichkeit präsentiert, womit der von der ADAC-Luftrettung betriebene Rettungshubschrauber „Christoph 25“ eine neue Heimat bekommen hat. Neben dem Landedeck in weit sichtbaren 50 m Höhe befinden sich auf dem Dach ein 6 m hoher Hangar sowie Bereitschafts-, Neben-, Ruhe-, Sozial- und Technikräume, Küche und sanitäre Anlagen. Dazu investierte die Diakonie in Südwestfalen insgesamt 6,3 Mio. Euro und hat somit die Voraussetzung geschaffen, um die Luftrettung von der Station Siegen aus für die kommenden Jahrzehnte zu sichern.

Die entscheidenden Vorteile der neuen Infrastruktur sind sowohl für die Patienten als auch für das Personal evident: So kann die RTH-Crew über einen Aufzug auf dem kürzesten Weg in die Notaufnahme gelangen und damit Notfallpatienten schnellstmöglich der weiteren Notfallbehandlung zuführen. Darüber hinaus ist das Landedeck so konzipiert, dass drei RTH gleichzeitig starten bzw. landen können. Für sichere Starts und Landungen im Winter verfügt das Landedeck über eine eigene Heizkraftanlage, die verhindert, dass Feuchtigkeit gefriert und zu gefährlichem Glatteis wird. Die moderne Tankanlage, die sich am Boden des Klinikums befindet, kann bis zu 50.000 l Kerosin aufnehmen. Auch wird die Sicherheit bei etwaigen Bränden großgeschrieben, wozu eine hochmoderne Löschanlage installiert wurde, die mit einem Wasser-Luft-Gas-Gemisch betrieben werden kann.

Die Besatzung besteht aus einem Piloten der ADAC-Luftrettung, einem Notfallsanitäter, zugleich HEMS TC, der Feuerwehr Siegen und einem Notarzt des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling. Der gelbe RTH „Christoph 25“, der seit dem 1. Januar 1982 in Siegen stationiert und vom Typ Airbus H135 (EC 135 P3) ist, hat im vergangenen Jahr mehr als 1.200 Rettungseinsätze geflogen. Dabei galten 40% der Einsätze Verletzungen nach Unfällen, 26% Notfällen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 17% neurologischen Indikationen. (Scholl)

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