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Notfall-KTW und neue Notrufabfrage für Oldenburg und umzu

03.03.2020, 10:06 Uhr

Foto: K. von Frieling

Positionspapier beruht auf Forschungsergebnissen der Universität Maastricht


Die Rettungsdienstträger Landkreis Ammerland, Landkreis Cloppenburg, Landkreis Oldenburg, Landkreis Wesermarsch, Stadt Delmenhorst und Stadt Oldenburg sowie die Großleitstelle Oldenburger Land (GOL) haben sich gemeinsam für die Einführung von Notfall-KTW in ihren Zuständigkeitsbereichen ausgesprochen. In einem gemeinsamen Positionspapier heißt es, dass diese für nicht-zeitkritische Einsätze im GOL-Bereich in einem Raster mit Fahrradien von maximal 30 Minuten (also einem Versorgungsradius von ca. 23 km) vorgehalten und eingesetzt werden sollen, um damit ein engmaschiges Netz zur flächendeckenden Versorgung sicherzustellen. Das Projekt „Gemeindenotfallsanitäter“ wird aufgrund der bisherigen positiven Erkenntnisse als zusätzlicher, zukunftsweisender Baustein für die Verbesserung der ambulanten Versorgung gewertet. Hier seien jedoch weitere Projektphasen und deren Auswertungen durch die Universität Oldenburg noch nicht abgeschlossen.

Als weiterer wichtiger Baustein wird in dem Positionspapier, das auf den Ergebnissen einer Forschungsvereinbarung mit der Universität Maastricht basiert, die Weiterentwicklung der Notrufabfrage gewertet. Das heutige System solle durch eine ausführlichere und wissenschaftlich evaluierte, strukturierte und standardisierte Notraufabfrage (SSN) ersetzen werden, die die Notrufe ohne Zeitverlust bei allen Einsätzen differenzierter und einheitlicher als bisher klassifiziere. Der Bereich der GOL, der zweitgrößten Leitstelle in Niedersachsen, umfasst eine Fläche von ca. 4.200 qkm mit mehr als 735.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Jährlich werden rund 250.000 Ereignisse disponiert. Die Kostenträger bewerten das Projekt in ihrer Stellungnahme als „herausfordernd und zielführend, um zu einer noch enger abgestimmten Zusammenarbeit der Träger, Anpassungen bei der Rettungsmittelvorhaltung, weiterer Standardisierung, Qualitätsverbesserungen in der Versorgung und auch bei der Wirtschaftlichkeit des Rettungsdienstes zu kommen.“

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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