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Österreich: Grünes Kreuz kämpft um Tarifanpassung

21.12.2007, 11:55 Uhr

Foto: Grünes Kreuz

Wie die österreichische Rettungsorganisation Grünes Kreuz heute mitteilt, werden aufgrund der angespannten Finanzlage der Krankenkassen die Tarife für Rettungs- und Krankentransporte der Grünes Kreuz nicht erhöht. Die geplante Umsetzung der Betriebsvereinbarung für alle Mitarbeiter des Grünes Kreuz könne damit nicht wie geplant zum 1. Januar 2008 erfolgen, sondern müsse auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Nicht nur müsste das Grüne Kreuz erhöhte Treibstoffpreise (16,21% von Januar bis November 2007), einen gestiegenen Sachkostenaufwand, weniger Zivildiener und Mehrausgaben für Mitarbeiter verkraften, hinzu käme, dass die Rettungsorganisation auch bei der Tarifabgeltung benachteiligt würde: Im Gegensatz zu anderen Rettungsorganisationen wie z.B. dem Roten Kreuz erhalte das Grünes Kreuz für einen Rettungs- bzw. Krankentransport durchschnittlich 26% weniger Tarifvergütung. Und dies bei gleicher Leistung.

Mit der vom Betriebsrat der Rettungsorganisation geplanten Betriebsvereinbarung wäre die gleichen Tarifabgeltung wie jener der „Vier für Wien“ (Rotes Kreuz, Arbeiter Samariter Bund, Johanniter und Malteser Hospitaldienst) und damit eine kräftige Lohnerhöhung zugunsten aller Mitarbeiter ab dem kommenden Jahr erfolgt. Nun muss bis zur nächsten Gesprächsrunde mit den Verantwortlichen der Krankenkassen gewartet werden.

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