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Oldenburg setzt weitere Schritte für Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz um

29.05.2026, 09:58 Uhr

Foto: Stadt Oldenburg

Neue Konzepte für Versorgung, Warnung und Einsatzfähigkeit


Aktuell treibt die Stadt eine Vielzahl von Maßnahmen zur Stärkung ihrer Krisenresilienz voran. Im Rahmen des Leuchtturmkonzeptes entstehen sechs Anlaufstellen für die Bevölkerung im Katastrophenfall – am Pferdemarkt 14 sowie an fünf Feuerwehrgerätehäusern. Alle Standorte verfügen bereits über eine Notstromversorgung, das Personal ist benannt und wird derzeit geschult. Parallel dazu wird ein Einsatzplan ausgearbeitet.

Auch der Katastrophenschutzstab wird organisatorisch weiter ausgebaut. Geplant ist ein Drei Schicht Modell mit rund 150 städtischen Mitarbeitenden. Erste Schulungen und Übungen haben bereits stattgefunden, weitere Stabsübungen folgen im Laufe dieses Jahres. Parallel dazu werden Alarmierungs- und Ausbildungskonzepte weiterentwickelt.

Die Ausgabe von Jodtabletten im Krisenfall wurde ebenfalls vorbereitet. Vorgesehen ist, dass städtische Mitarbeitende die Verteilung an den Grundschulen übernehmen. Die dazugehörige Einsatzplanung wird derzeit weiter ausgearbeitet und bildet die Grundlage für die Schulung des eingesetzten Personals.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Vorbereitungen für einen möglichen Ernährungsnotfall. Die Stadt arbeitet hierzu in einer gemeinsamen Projektgruppe mit dem Land Niedersachsen, großen Lebensmittelbetrieben und dem Lebensmitteleinzelhandel an Konzepten zur Sicherstellung der Versorgung. Im Fokus stehen dabei u.a. die Organisation von Verkaufsstellen sowie die Steuerung der Lebensmittelverteilung im Ernstfall.

In Bezug auf die Bevölkerungswarnung wird an einem neuen Sirenennetz gearbeitet. Ein Gutachten hat rund 60 geeignete Standorte im Stadtgebiet identifiziert, überwiegend an städtischen Gebäuden. Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet.

Im Bereich des Zivilschutzes bereiten zahlreiche städtische Ämter die notwendigen Maßnahmen für einen möglichen Alarmierungsfall vor. Dazu steht die Stadt in regelmäßigem Austausch mit anderen niedersächsischen Katastrophenschutzbehörden, um Abläufe und Konzepte eng abzustimmen.

Derzeit wird zudem ein Ergänzungsgutachten zum Feuerwehrbedarfsplan erarbeitet. Im Fokus stehen dabei Szenarien wie ein großflächiger Stromausfall, Betreuungslagen oder ein Ausfall der Trinkwasserversorgung. Die Vorlage des Gutachtens ist noch für 2026 vorgesehen. Weitere Vorhaben betreffen u.a. ein Kraftstoffnotfallkonzept, die Unterstützung von Hilfsorganisationen, notwendige Beschaffungen sowie die Entwicklung eines Schutzraumkonzepts.

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