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Oldenburg vernetzt Rettungsdienst und Sozialdienst

01.12.2025, 13:50 Uhr

Foto: Stadt Oldenburg

Digitale Schnittstelle ermöglicht Meldung in Echtzeit


Um Menschen in prekären Situationen wie Einsamkeit, sozialen Problemlagen oder unzureichender Pflege helfen zu können, wurde in der Stadt Oldenburg eine Vernetzung zwischen Rettungsdienst und Sozialdienst etabliert. Im Rahmen der Projektarbeit zum Onlinezugangsgesetz (OZG) wurde mit dem Antragsmanagementsystem Form-Solutions ein maßgeschneiderter digitaler Antragsassistent entwickelt. Er steht dem Rettungsdienst auf dem digitalen Einsatzdokumentationssystem NIDAmobile zur Verfügung, sodass bei Bedarf in Echtzeit eine Meldung an den Sozialdienst geschickt werden kann. Die Meldung erfolgt ausschließlich nach vorheriger Rücksprache mit der Patientin oder dem Patienten und ggf. auch den Angehörigen direkt an der Einsatzstelle. Der Sozialdienst nimmt dann entweder selbst Kontakt auf oder vermittelt zu den zuständigen Stellen, etwa dem Sozialpsychiatrischen Dienst, Jugendamt oder dem Senioren- und Pflegestützpunkt.

Durch diese Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Sozialdienst wird erreicht, dass der Sozialdienst schneller auf Personen in prekären (Wohnungs-)Lagen aufmerksam wird. Gleichzeitig wird der Rettungsdienst dahingehend entlastet, dass er die Menschen nicht unversorgt wieder verlassen muss. Das führt auch zur Entlastung der Notrufnummer 112. Die Patientinnen und Patienten sollen mit dem Sozialdienst einen verlässlichen Ansprechpartner erhalten, der sich genau um ihr Anliegen kümmert.

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