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Rettungsassistenten und Notfallsanitäter sind gleichwertig

28.11.2013, 08:35 Uhr

Ver.di fordert problemlose Überleitung

Der Landesverband Baden-Württemberg der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat eine problemlose Überleitung für alle Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter gefordert. Ende der 80er Jahre sei es versäumt worden, die Ausbildung im Rettungsdienst als dreijährige Berufsausbildung zu regeln. Daraus dürfe den heutigen Rettungsassistenten, die nur zwei Jahre ausgebildet wurden, kein Nachteil entstehen. Ver.di forderte daher die Landesregierung in Stuttgart auf, im Bundesrat aktiv zu werden, um die Rettungsassistenten als gleichwertig mit den Notfallsanitätern anerkennen zu lassen. Bei anderen Berufen, z.B. in der Alten- und Krankenpflege, sei ebenso verfahren und die ursprünglich zweijährige Ausbildung bei Einführung der dreijährigen Ausbildung als gleichwertig anerkannt worden. Rettungsassistenten sollten hingegen nun eine Ergänzungsprüfung ablegen, um als Notfallsanitäter anerkannt zu werden. Dies, so die Gewerkschaft, stelle „eine ungerechtfertigte Benachteiligung“ dar.

Sollte an der gesetzlichen vorgesehenen Nachprüfung festgehalten werden, sei allen im Rettungsdienst beschäftigten Rettungsassistenten die Nachqualifizierung zu ermöglichen und so zu organisieren, dass den Betroffenen keine finanziellen Nachteile entstünden. Die Kostenträger hätten dafür aufzukommen. Die derzeit anhängige Verfassungsbeschwerde des Rettungsassistenten Karl-Heinz Groß aus Rheinland-Pfalz stützt auf eine ähnliche Argumentation. Seine Begründung: Das neue Notfallsanitätergesetz stelle eine Novelle des Rettungsassistentengesetzes von 1989 dar und müsse deshalb eine Überleitungsregelung für diejenigen enthalten, die berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Rettungsassistent“ nach altem Recht zu führen. (POG)

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