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„Rettungsdienst darf nicht Logik des Marktes unterworfen werden“

20.04.2021, 13:13 Uhr

DRK gegen Ausschreibungen in Mecklenburg-Vorpommern


Der DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern wendet sich mit einer Petition gegen die ab dem Jahr 2025 geplante Ausschreibung des Rettungsdienstes und setzt sich für eine Entfristung der Leistungsverträge ein. Das Rettungsdienstgesetz in Mecklenburg-Vorpommern, das die Landkreise dazu zwinge, die Leistungen des Rettungsdienstes auszuschreiben, sei überholt. Statt im bewährten System schnell und kompetent helfen zu können, müssten sich Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Land dadurch vollkommen neu organisieren. Das Land Mecklenburg-Vorpommern solle „sich dazu bekennen, dass der Rettungsdienst Teil der Daseinsvorsorge ist und nicht der Logik des Marktes unterworfen wird.“

Der Gedanke an Befristungen sorge sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt für Unsicherheit, da sich Ausschreibungen oft am Preis orientieren würden. Zudem bestehe die Gefahr, mit immer neuen Leistungsanbietern die Motivation des hauptamtlichen Personals und damit die Qualität der Notfallversorgung zu schädigen. Mit europaweiten Ausschreibungen würden außerdem „ortsfremde Rettungsdienste Zuschläge bekommen“ können.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2021
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