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Rettungsdiensttransporte mit dem Regionalzug

28.05.2026, 09:50 Uhr

Günter Obojes (l.), Leiter Rettungsdienst vom Roten Kreuz Innsbruck Land, und Markus Moser, ÖBB, Initiator des Projektes (Foto: Gasser-Mair/ÖBB)

Leitstelle Tirol verständigt Notfallkoordinator an Bahnhöfen


Für den medizinischen Notfalltransport von Wipptal nach Innsbruck haben die ÖBB (Österreichische Bundesbahnen) und das Rote Kreuz Innsbruck Land für den Fall blockierter Straßen eine Alternative entwickelt. Nach einer Idee von Markus Moser vom ÖBB-Personenverkehr kann dann auf Regionalzüge ausgewichen werden. Dafür verständigt die Leitstelle Tirol den ÖBB-Notfallkoordinator an den Bahnhöfen Steinach oder Matrei, wo die Patientin bzw. der Patient auf einer Liege gesichert in das Mehrzweckabteil eines Zuges gebracht wird. Für die gesamte bis zu 25 km lange Strecke steht eine notärztliche bzw. medizinische Betreuung zur Verfügung, die Verantwortung liegt beim Rettungsdienst, der auch die Entscheidung über den Transport trifft. Am Hauptbahnhof Innsbruck kann durch die Einfahrt des Zuges am Bahnsteig 1 (Hausbahnsteig) die Patientenübergabe an ein bereitstehendes Rettungsmittel erfolgen.

Nach Angaben der ÖBB lässt sich noch überhaupt nicht abschätzen, in wie vielen Fällen für medizinische Notfalltransporte auf die Schiene zurückgegriffen werden muss. Wichtig ist der Bahngesellschaft aber, dass alle relevanten Akteure in das System eingebunden und über die Abläufe informiert sind. Zudem betonen die ÖBB, dass es sich um eine speziell auf Wipptal zugeschnittene Lösung handelt. Eine Ausrollung in andere Regionen sei nicht angedacht.

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