Der Rettungshubschrauber „Christoph 45“ wird zukünftig in Ravensburg-Bavendorf stationiert sein und nicht mehr in Friedrichshafen. Nach der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung für das vorgesehene Grundstück können die Ausschreibungsunterlagen vom Land fertiggestellt werden. Der Betrieb des Luftrettungsstandortes soll im Lauf des 1. Halbjahres 2026 ausgeschrieben werden.
Vom neuen Luftrettungsstandort sollen besonders die Orte der Region profitieren, die bisher tagsüber nicht innerhalb von 20 min durch einen RTH erreicht werden können. Mit der Neustationierung von „Christoph 45“ bzw. „Christoph Oberschwaben“, wie der Name zukünftig lauten wird, setzt das Innenministerium eine der Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse der Luftrettung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020 um. Die Analyse hat das Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München im Auftrag des Landes Baden-Württemberg erstellt.
Der Rettungshubschrauber wird im Tagbetrieb, täglich von Sonnenaufgang (frühestens ab 7.00 Uhr) bis 20.00 Uhr eingesetzt. Mit dem neuen Funkrufnamen „Christoph Oberschwaben“ soll die Verbindung zur Region betont werden, in der der Rettungshubschrauber stationiert ist. Es sei eine gewollte Abkehr von der bisherigen Praxis, Rettungshubschrauber mit einer Kombination aus dem Namen „Christoph“ und Nummern zu benennen, so das Innenministerium.
Die Vergabe von Ravensburg ist eine von insgesamt zehn durchzuführenden Vergabeverfahren im Land. Im Jahr 2025 hat das Land bereits die Konzession für den neuen Luftrettungsstandort Lahr sowie den bestehenden Standort Mannheim in einem europaweiten Vergabeverfahren erteilt. Die Konzessionen für alle im Land bestehenden Luftrettungsstandorte werden nach und nach in europaweiten Vergabeverfahren vergeben werden.

