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RKiSH baut Rettungsdienstnetz aus

30.04.2026, 11:52 Uhr

Foto: RKiSH

Neue Standorte in Großenaspe und Fockbek


Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) hat ihre Versorgungsstruktur mit zwei zusätzlichen Standorten in Großenaspe (Kreis Segeberg) und Fockbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) erweitert. Mit den neuen Übergangsrettungswachen sollen die Eintreffzeiten nach Notrufen insbesondere in ländlichen Regionen weiter verkürzt werden. Beide Standorte dienen zunächst als temporäre Lösung, um die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von zwölf Minuten künftig besser einhalten zu können. Langfristig ist der Bau fester Rettungswachen geplant, konkrete Entscheidungen über Standorte stehen jedoch noch aus.

In Großenaspe ist ein Rettungswagen seit April 2026 rund um die Uhr im Einsatz. Bereits zuvor war der Betrieb im Tagesdienst gestartet. Die Umsetzung wurde maßgeblich durch die Unterstützung der Gemeinde ermöglicht, die kurzfristig Räumlichkeiten bereitstellte. Inzwischen wird ein Neubau im Gewerbegebiet als Übergangsstandort genutzt. Versorgt werden von dort aus neben Großenaspe auch mehrere umliegende Gemeinden.

Auch in Fockbek wurde im März 2026 ein zusätzlicher Standort eingerichtet. Dort kommt ein Containersystem zum Einsatz, das einen vollwertigen 24-h-Betrieb ermöglichen soll. Der Standort befindet sich auf dem Gelände eines Wohnwagenherstellers, der die Umsetzung unterstützt hat. Von hier aus soll sich die Erreichbarkeit zahlreicher Gemeinden im westlichen Umland von Rendsburg verbessern.

In beiden Fällen werden Personal und Fahrzeuge aus bestehenden Rettungswachen ausgelagert, während Infrastruktur wie Materiallager oder Waschmöglichkeiten weiterhin an den ursprünglichen Standorten genutzt wird. Nach Angaben der RKiSH ist der Ausbau Teil einer langfristigen Strategie zur Sicherstellung der Notfallversorgung, insbesondere im ländlichen Raum. Angesichts steigender Bedarfe sollen die Übergangslösungen kurzfristig Entlastung schaffen, bis dauerhafte Strukturen realisiert werden können.

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