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Straftaten gegen Rettungsdienstkräfte steigen

24.04.2017, 16:18 Uhr

Foto: Feuerwehr Hamburg

1.156 Fälle von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat heute die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2016 veröffentlicht. Darin werden insgesamt 2.275 Straftaten gegen Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Feuerwehr ausgewiesen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 1.939 Straftaten. Das BKA registrierte bei Mitarbeitern des Rettungsdienstes und der Feuerwehr 1.156 Fälle von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, 272 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie 346 Fälle von Bedrohung. In vier Fällen wurde laut PKS wegen Mordes sowie in einem Fall wegen Totschlags ermittelt.

Dieser ansteigende Trend spiegelt sich auch auf Länderebene wider. In Sachsen ist die Zahl der Straftaten gegen Angestellte im Rettungsdienst im Zeitraum von 2011 bis 2016 von 52 auf 113 im Jahr gestiegen. Dies geht aus einer Antwort des Staatsministeriums des Inneren auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Enrico Stange (Die Linke) hervor (Drucksache 6/9008). Mitarbeiter des Rettungsdienstes sind dort besonders von den sogenannten Rohheitsdelikten betroffen, insbesondere von vorsätzlichen einfachen Körperverletzungen. Außerdem werden sie oft bedroht und genötigt.

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