Am THW-Logistikzentrum Baden-Württemberg wurden die Einsatzkräfte in die Bedienung der neuen Dekon-Container eingewiesen, bevor der Hersteller diese offiziell übergab. Mit der darin enthaltenen Ausstattung kann die mobile, europaweit einsetzbare THW-Einheit „rescEU CBRN Decon Germany“ mit ihren eigens geschulten, ehrenamtlichen Fachkräften künftig Straßen, Gebäude und Fahrzeuge dekontaminieren, wenn sie mit gefährlichen Substanzen verunreinigt wurden.
Die speziellen Dekon-Container lassen sich auf Lkw mit Pritsche verladen, was der Einheit eine hohe Flexibilität verschafft. Vorgesehen ist der Transport mit den neuen Lkw, die über Ladekran und Seilwinde verfügen – identisch zu den Fahrzeugen, die auch in den Fachgruppen Wassergefahren eingesetzt werden.
Bei einer Länge von zehn Fuß beinhalten die autarken Container verschiedene technische Komponenten von Stromaggregaten, Mischgeräten für Chemikalien bis hin zu Geräten zur Ausbringung von Dekontaminationsmitteln. Mit der Ausstattung können alle drei taktischen Dekontaminationsschritte von der Vorwäsche zur Aufbringung von Dekontaminationsmitteln bis zur Nachwäsche durchgeführt werden. Fahrzeuge und Infrastrukturelemente können parallel dekontaminiert werden. Zusätzlich steht eine am Fahrzeug montierbare Vorrichtung zur Straßenreinigung zur Verfügung.
„rescEU CBRN Decon Germany“ ist von der EU gelistet sowie finanziert und unterliegt einem ständigen Einsatzvorbehalt der Europäischen Kommission. Sie wird ab Ende dieses Jahres bei größeren Schadenslagen mit CBRN Kontamination angefordert, wenn ein Staat Unterstützung benötigt und über das EU Katastrophenschutzverfahren entsprechende Hilfe ersucht. Im kommenden Juni wird soll die gesamte „rescEU CBRN Decon“-Kapazität seine Leistungsfähigkeit bei einer großen Übung um Großraum Köln demonstrieren.

