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THW Fürstenwalde zur Großtierrettung befähigt

21.07.2025, 09:58 Uhr

Foto: I. Barmashenko/THW

Veterinäramt und Ortsverband ziehen an einem Strang


Wer rettet eine Kuh, die in einem Graben gelandet ist und nicht mehr herauskommt? Das THW in Fürstenwalde hat seit letztem Wochenende die nötige Technik und auch die Befähigung, sie tierschutzgerecht anzuwenden, und das als erster Ortsverband im Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. 20 Einsatzkräfte des THW-Ortsverbandes nahmen am Samstag an der entsprechenden Schulung teil. Ausgebildet wurden Ladekranführer, da die neue Ausstattung mit dem Ladekran angewendet wird. Auf eine theoretische Einweisung folgten praktische Übungen auf dem Gelände des Ortsverbandes. Ein Pferdedummy sorgte für teilweise spektakuläre Szenen.

Tierrettung ist eine THW-Fähigkeit, nur fehlten bislang im Ortsverband die technischen Mittel für eine tiergerechte Durchführung. Bundesfreiwilligendienstleistende engagierten sich in einem Projekt und stellten die benötigten Materialien zusammen. Im Rahmen der fachlichen Abstimmung mit dem Veterinäramt des Landkreises Oder-Spree schlug der Ortsbeauftragte Lars Buchholz eine Kooperation vor, da die Kosten das Budget des THW-Ortsverbandes überstiegen. Somit kam das Joint Venture zustande: Das Veterinäramt übernahm die Anschaffung der Zusatzausstattung für den Ladekran, die Anwendung wird durch das THW gewährleistet.

Wie das THW sei auch das Veterinäramt eine Gefahrenabwehrbehörde, mit der oft zusammengearbeitet worden sei, so etwa bei der Afrikanischen Schweinepest. Diese Neuanschaffung verstärke die Zusammenarbeit sowie das Finden und Umsetzen gemeinsamer Lösungen, so Buchholz. 

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