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Umstrukturierung von elf Notarztstandorten geplant

26.08.2025, 12:47 Uhr

Am vergangenen Mittwoch fand ein Pressegespräch zur Zukunft der Rettungs- und Notfallversorgung in Niederösterreich statt. Unter den Teilnehmenden waren Hannes Sauer (Präsident des ASB NÖ), Elisabeth Bräutigam (LGA-Vorständin), Martin Antauer (Landesrat), Andreas Kollross (Präsident des NÖ Gemeindevertreterverbands), Eva Prischl (Landesrätin), Johannes Pressl (Präsident des NÖ Gemeindebunds), Ludwig Schleritzko (Landesrat), Christian Fohringer (Geschäftsführer der Notruf NÖ), Hans Ebner (Präsident des Roten Kreuzes NÖ) und Marco Trefanitz (Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung) (v.l.) (Foto: NLK Khittl)

Niederösterreich stellt Weichen für 2027


In den vergangenen Monaten kam es in Niederösterreich (NÖ) zu intensiven Verhandlungen um das Rettungs- und Notarztsystem. Dabei standen v.a. die Finanzierung des Gesamtvertrages und die Empfehlungen zur Neugestaltung gemäß des „Gesundheitspaktes 2040+“ bzw. des daraus resultierenden „Gesundheitsplans 2040+“ im Mittelpunkt. Ziel ist es, eine flächendeckende, zuverlässige, schnelle, kompetente und zukunftssichere Notfallversorgung sicherzustellen.

Hinsichtlich der Neugestaltung sollen 11 der aktuell 32 NEF-Stützpunkte umstrukturiert und von hochqualifizierten NotSan betrieben werden. Die künftigen NEF-Stützpunkte befinden sich ab April 2027 dann in Amstetten, Baden, Gänserndorf, Gmünd, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Krems, Lilienfeld, Melk, Mistelbach, Mödling, Neulengbach, Neunkirchen, Schwechat, Sankt Pölten, Scheibbs, Tulln, Waidhofen/Thaya, Wiener Neustadt und Zwettl. Getroffen wurde diese Entscheidung auf Basis von Expertenempfehlungen, die die medizinische Qualität, Effizienz und Erreichbarkeit der Standorte berücksichtigten. Das Vorhaben werde allerdings erst im Frühjahr 2027 angegangen, sobald die im Gesundheitspakt festgelegten Maßnahmen umgesetzt worden sind. Dazu gehören u.a. ein wohnortnahes First-Responder-System für lebensrettende Sofortmaßnahmen in den Gemeinden oder der Ausbau der Telenotfallmedizin für nicht-ärztlich besetzte Einsatzmittel.

In Bezug auf den Rettungsdienstvertrag zahle das Land NÖ ca. 70 Mio. Euro zusätzlich an die Rettungsorganisationen für die Leistungen und Mehrkosten zwischen 2022 und 2025. Hiervon seien 50 Mio. für das Gemeindeunterstützungspaket vorgesehen. Außerdem seien weitere Gespräche zu Verbesserungspotenzialen und nachhaltigen Reformschritten zugesichert worden.

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