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Ungesicherte Tauch-Notfallbehandlung

23.01.2012, 12:46 Uhr

J. Viano/U.S. Navy

Unterschriftenaktion auf der boot 2012

Der Verband Deutscher Druckkammerzentren (VDD) e.V., die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM e.V.) sowie deutsche Tauchsport- und Versicherungsverbände machen auf die nach ihrer Ansicht unzureichende Notfallversorgung mit Hyperbarer Sauerstofftherapie und ungesicherte Finanzierung bei Tauchunfällen aufmerksam. Eine optimale Notfallversorgung sei hierzulande keineswegs rund um die Uhr und auf kurzem Wege gewährleistet. Auch die Kostenfrage, insbesondere für gesetzlich Versicherte, sei nur ungenügend geregelt. Dies bremse den schnellen Einsatz der hoch wirksamen, Hyperbaren Sauerstofftherapie, HBO, bei der Behandlung eines Tauchunfalls, der Dekompressionskrankheit (DCS), aber auch bei anderen Notfallindikationen für HBO (Rauchgasvergiftungen, Kohlenmonoxid), obgleich das Verfahren als internationaler Standard anerkannt sei. 

Gegen diesen Missstand mobilisierten die Verbände nun mit einer Unterschriftenaktion auf der boot 2012 in Düsseldorf. Auch die DLRG hat sich der Aktion angeschlossen. Sie fordert eine gesicherte stationäre wie ambulante Notfallversorgung, die ebenso rasch erfolgen müsse wie im benachbarten Ausland und auch von den gesetzlichen Krankenkassen zu übernehmen sei.

Nach Angaben von Dr. med. Christian Heiden, Vorstand des VDD e.V., sei es im vergangenen Jahr zu Sterbefällen gekommen, da keine betriebsbereite Druckkammer in Reichweite gewesen sei. Im konkreten Notfall stehe es um den Einsatz der HBO bei Tauchunfall und CO-Intoxikation sehr schlecht,  da helfe nur der Einsatz einer Druckkammer. Dieser ist jedoch mit erheblichen Kosten verbunden, deren Übernahme völlig ungeklärt sei. Bei einer Behandlung in der Druckkammer wird durch den  und die gleichzeitige Sauerstoff-Atmung werden die schädlichen Stickstoffblasen aus dem Körper gepresst.

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