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Verkürzung der Hilfsfrist nur mit mehr Rettungsdienst-Personal

11.03.2016, 12:47 Uhr

Foto: BRK-KV Berchtesgadener Land

BRK reagiert auf „Plusminus“-Beitrag

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) hat mit einer Pressemitteilung auf die Recherchen des ARD-Magazins „Plusminus“ reagiert. Darin heißt es, dass die in dem Beitrag angesprochene Verkürzung der Hilfsfrist auf 8 Minuten für das BRK einen zusätzlichen Mehrbedarf von mindestens 100 zusätzlichen Rettungswachen und rund 500 Personalstellen bedeute. Die dafür erforderlichen Fachkräfte stünden derzeit am Arbeitsmarkt auch nicht zur Verfügung.

Zudem sei fraglich, ob mit einer solchen Maßnahme am Ende wirklich die wenigen Fälle ausgeschlossen werden können, bei denen heute ein Verletzter oder ein Patient länger als 12 Minuten auf ein Rettungsmittel wartet. Aufwand und Erfolg stünden hier nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis. Gleichzeitig spricht sich das BRK gegen eine „weitere Ausdünnung der Rettungswachen-Struktur in Bayern und eine weitere Reduzierung der Krankentransport-Kapazitäten“ aus. Diese würden zulasten der Bevölkerung und der Rettungsdienst-Mitarbeiter gehen. Schon jetzt sei eine bedenkliche Entwicklung der Arbeitsbelastung im Rettungsdienst festzustellen.

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