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„Weitere Anstrengungen im Katastrophenschutz notwendig“

13.04.2007, 09:32 Uhr

Foto: BBK

Beckstein: 1,74 Mio. Euro für ABC-Bereich

Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein wies Meldungen, dass die im Katastrophenschutz tätigen Hilfsorganisationen bundesweit völlig unzureichend für Großeinsätze nach möglichen Terroranschlägen ausgestattet seien, als unzutreffend zurück. Angesichts der „abstrakt erhöhten Gefahr von Terroranschlägen auch in der Bundesrepublik Deutschland“ sei es richtig und notwendig, dass sich Katastrophenschutzbehörden auf Großeinsätze nach möglichen Terroranschlägen vorbereiten würden.

Auf Bundes- und Länderebene habe es seit den Anschlägen vom 11. September 2001 bereits „erhebliche Anstrengungen“ gegeben. Im Rahmen der Vorbereitungen auf die Fußball-WM 2006 seien im ABC-Bereich neue Konzepte erarbeitet und vom Freistaat Bayern Ausstattung im Wert von 2 Mio. Euro für die Feuerwehren und Hilfsorganisationen beschafft worden. Dies seien insbesondere Transportsysteme für liegende Verletzte mit zugehörigen Zelten, Strahlenmessgeräten, Messgeräten zur Analyse unbekannter Gefahrenstoffe und Schutzkleidung gewesen. Im Doppelhaushalt 2007/2008 seien weitere 1,74 Mio. Euro aus dem Landeshaushalt für den ABC-Katastrophenschutz vorgesehen.

Beckstein räumte ein, dass zur Optimierung des Schutzes weitere Anstrengungen notwendig sind. Im Rahmen der angekündigten Neuausrichtung des Zivilschutzes wolle der Bund Schwerpunkte gerade im ABC-Bereich setzen. Er erinnerte auch an die Verpflichtung der Krankenhausträger, nach dem bayerischen Katastrophenschutzgesetz Alarm- und Notfallpläne zur besseren Bewältigung von Ereignissen mit Massenanfall von Verletzten vorzuhalten.

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