An der schleswig-holsteinischen Westküste ist erstmals ein eigener Intensivtransportwagen (ITW) in Dienst gegangen. Seit dem 5. Januar steht das Spezialfahrzeug der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) für intensivmedizinisch begleitete Verlegungen zwischen Kliniken zur Verfügung. Bislang mussten dafür ITW aus Kiel, Lübeck oder Hamburg angefordert werden. Der neue ITW ermöglicht den Transport besonders kritisch erkrankter Patientinnen und Patienten unter vollwertigen intensivmedizinischen Bedingungen. Hintergrund ist der im Rettungsdienstgesetz des Landes verankerte Auftrag, neben Notfallrettung und Krankentransport auch den Intensivtransport sicherzustellen. Angesichts veränderter Krankenhausstrukturen und steigender Anforderungen wächst insbesondere im ländlichen Raum der Bedarf an arztbegleiteten Sekundärverlegungen.
Das speziell konzipierte Fahrzeug wurde über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren geplant und ist deutlich größer als ein regulärer Rettungswagen. Es soll ausreichend Platz für umfangreiche Medizintechnik, intensivmedizinische Therapieverfahren sowie für ein spezialisiertes Begleitteam bieten. Zum Einsatz kommt in der Regel ein dreiköpfiges Team aus weiterqualifizierten Rettungsfachkräften und Notärzten; bei Bedarf kann eine vierte Fachkraft mitfahren. Parallel zur Fahrzeugbeschaffung investierte die RKiSH gezielt in die Qualifikation des Personals. Ein ausgewähltes Team aus Rettungsfachkräften absolvierte intensive Zusatzschulungen, Klinikpraktika und technische Einweisungen. Auch die beteiligten Notärztinnen und Notärzte verfügen über eine intensivmedizinische Weiterbildung.
Zunächst ist der ITW an der Rettungswache Itzehoe stationiert. Nach Fertigstellung des Neubaus in Nordoe wird er von dort aus die gesamte Westküste abdecken. Die Disposition erfolgt landesweit über die Koordinierungsstelle für arztbegleitete Sekundärtransporte und Luftrettung in Schleswig-Holstein.

