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Würzburg setzt auf neues Einsatzmodell im Rettungsdienst

15.12.2025, 13:01 Uhr

Foto: T. Batta/Johanniter

Neues Fahrzeug soll RTW entlasten


Die Johanniter haben in Würzburg ein neues Rettungseinsatzfahrzeug (REF) offiziell in Dienst gestellt. Nach der Einweihung Mitte Dezember soll das Fahrzeug ab dem 2. Januar 2026 regulär Einsätze aufnehmen. Ziel ist es, den Rettungsdienst in der Region zu entlasten und Ressourcen gezielter einzusetzen. Das REF wird von den Johannitern betrieben und kommt im Wechsel mit Mitarbeitenden des BRK und der Malteser zum Einsatz. Unterstützt wird das Projekt zudem durch die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns. Das Fahrzeug ist jeweils mit einer Notfallsanitäterin oder einem Notfallsanitäter besetzt und soll vor allem bei sog. Bagatelleinsätzen eingesetzt werden, zu denen bisher oft ein mit zwei Fachkräften besetzter RTW ausrücken musste. Die Teams beraten Patientinnen und Patienten, klären den Versorgungsbedarf und vermitteln bei Bedarf alternative Anlaufstellen wie Hausärzte, Bereitschaftspraxen oder soziale Einrichtungen. So sollen Rettungswagen für zeitkritische Notfälle verfügbar bleiben.

Grundlage für die Einführung in Würzburg ist ein Pilotprojekt in Regensburg, das sich bereits bewährt hat. Dort zeigte sich, dass speziell geschulte NotSan Einsätze effizient steuern, unnötige RTW-Einsätze vermeiden und die Patientenversorgung beschleunigen können. Die Umsetzung in Würzburg ist eng an die Erfahrungen aus Regensburg angelehnt. Die beteiligten Organisationen sind zudem in eine bayernweite Strukturierungsgruppe eingebunden, die gemeinsam mit Kostenträgern und wissenschaftlichen Partnern an der Weiterentwicklung des Konzepts arbeitet. Perspektivisch soll das Modell auch in weiteren Regionen zum Einsatz kommen.

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