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Verlag Stumpf + Kossendey
Stumpf + Kossendey Fachverlag für Notfallmedizin
und Gefahrenabwehr seit 1979

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3. Bildungskongress Rettungsdienst

Der Bildungskongress Rettungsdienst des Verlags Stumpf + Kossendey bringt alle zusammen, die Ausbildung und Lehre im Rettungsdienst gestalten – von Schulleitungen über Lehrkräfte bis zu Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern.

12. und 13. April 2027 Stadthalle Fürth

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Call for Posters

Auch beim dritten Bildungskongress Rettungsdienst laden wir wieder junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Kolleginnen und Kollegen herzlich dazu ein, ihre Abschlussarbeiten, Forschungsprojekte und innovativen Ideen im Rahmen einer Postersession zu präsentieren. Alle weiteren Informationen dazu gibt es hier.

Einen Rückblick auf die Poster der letzten Veranstaltung finden Sie hier

Programm

12. und 13. April 2027 · Stadthalle Fürth

  1. Tag 1 · Montag, 12. April 2027
  2. Kongresseröffnung

    Klaus Meyer, Dominik Hahnen
  3. Vortrag

    Evidenced Based Education: Was sagt die Bildungsforschung wirklich?

  4. Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung

  5. Workshop

    Workshop Schulentwicklung: Bildungseinrichtungen aktiv gestalten

    Lisa Moeken, John Schmidt
  6. Sozialkompetenzen Vorsitz Kersten Enke Dr. rer. medic. Henning Sander
  7. Vortrag

    Stark bleiben, um stark zu machen: Resilienz als Fundament guter Lehre

    Prof. Dr. Corinna Posingies
  8. Vortrag

    Notfallbearbeitung als Beziehungsarbeit: Soziale Kompetenzen im Einsatz

    Philipp Dahlmann
  9. Vortrag

    Mitgefühl im Einsatz: Lässt sich Menschlichkeit trainieren?

    Im Rettungsdienst lernen wir Algorithmen sicher anzuwenden, Entscheidungen unter Druck zu treffen und professionell zu handeln. Aber lernen wir auch, Mensch zu bleiben, wenn es schwierig wird? Empathie und Mitgefühl sind keine zusätzlichen „Soft Skills“, sondern beeinflussen, was wir wahrnehmen, wie wir Situationen bewerten und wie wir Menschen begegnen. Gleichzeitig braucht professionelle Hilfe auch Grenzen. Nähe darf nicht zur Überforderung werden und Distanz nicht zur Gleichgültigkeit. Der Vortrag verbindet psychologische Erkenntnisse mit der Realität des Einsatzalltags und beleuchtet eine zentrale Frage: Was passiert eigentlich mit unserem Mitgefühl, wenn Stress, Routine und Selbstschutz die Führung übernehmen?

    Foteini Tsiokou-Milnikel
  10. Pause

  11. Workshop

    Workshop Entrustable Professional Activities (EPA): Vertrauen als Maßstab

    Lennart Meyer
  12. Praktische Ausbildung auf der Rettungswache Vorsitz Claus Kemp Prof. Dr. Sebastian Koch
  13. Vortrag

    Mehr als Wissensvermittler: Das Rollenbild der Praxisanleitung

    Als Praxisanleitende sind wir für eine individuelle und zielorientierte Anleitung der Auszubildenden in realen Einsatzsituationen zuständig. Das Ziel ist, die Lernenden schrittweise in ihrer Kompetenzentwicklung zu begleiten. Parallel dazu besteht der schulische Ausbildungsanteil, an den die Hauptverantwortung für die Ausbildung übertragen wird. Doch welche Rolle spielt die Praxisanleitung im Rahmen des Kompetenzerwerbs der Auszubildenden? Der Vortrag beleuchtet insbesondere die Bedeutung und das Rollenverständnis der Praxisanleitenden und stellt Wirkmechanismen heraus, die den Kompetenzerwerb fördern bzw. hemmen können.

    Philipp Todt
  14. Vortrag

    Praxisanleitung mit dem richtigen Werkzeug: Der Methodenkoffer

    Kurzweilig und transferorientiert wird der Methodenkoffer der Zuhörenden um ausgewählte Methoden für den Einsatz am Lernort Rettungswache erweitert. Erforderliche organisatorische und prozessuale Rahmenbedingungen sowie Medien- und Recherchetipps werden ebenfalls zielgruppenübergreifend thematisiert.

    Michael Grönheim
  15. Diskussion

    Auszubildende als Arbeitskraft: Ausbeutung oder Lernen durch Verantwortung? Eine Diskussion

    Hendrik Lösche, Fanny Hübner
  16. Fazit

    Dominik Hahnen, Klaus Meyer
  17. Ende

  18. Generalversammlung des BVBRW
  19. Generalversammlung BVBRW (nur für Mitglieder)

    Präsidium BVBRW

  20. Get Together
  21. Get Together

  22. Tag 2 · Dienstag, 13. April 2027
  23. Eröffnung

  24. Workshop

    Workshop Debriefing: Hot-Debriefig mit der Lego® Serious Play Methode

    Hendrik Eismann, Jan Carlo Del Tedesco
  25. Notärztliche Bildung Vorsitz Dr. Florian Reifferscheid Dominik Hahnen
  26. Vortrag

    Invasiv, aber kompetent: Welche Notfalltechniken werden im Notarztdienst benötigt?

  27. Vortrag

    Fortbildung mit Substanz: Wenn es nicht nur um die Punkte geht

    Marc Zellerhoff
  28. Vortrag

    Notärztliche Bildung: Wie sie aus Sicht der BAND aussehen könnte

    Dr. Florian Reifferscheid
  29. Pause

  30. Workshop

    Workshop Prüfen & bewerten: Fair, valide und praxisnah

    Prüfungen in Gesundheitsfachberufen haben den Anspruch, fachliche Kompetenzen valide zu erfassen, faire Bedingungen zu gewährleisten und zugleich die steigenden Anforderungen der beruflichen Praxis abzubilden. Der Workshop thematisiert die Gestaltung dieser kompetenzorientierten Prüfungsleistungen, den Einsatz flexibler Prüfungsformate sowie zentrale Herausforderungen der objektiven Bewertung. Im Fokus stehen dabei auch unbewusste Einflüsse auf Bewertungsentscheidungen und Möglichkeiten, diese systematisch zu reduzieren.

    Sebastian Hessel
  31. Rettungsdienstliche Bildung in der Gegenwart Vorsitz Dr. rer. medic. Henning Sander Prof. Dr. habil. Thomas Prescher
  32. Vortrag

    Auf sicherem Terrain? Rechtsfragen der rettungsdienstlichen Bildung

    Tobias Feltus
  33. Vortrag

    Neue Rollen, neue Curricula: Was Gemeinde-NotSan & Co. können müssen

    Heiko Klaaßen
  34. Vortrag

    Wer unterrichtet hier eigentlich? Zwischen didaktischem Konzept und gelebter Lehrpraxis

    „Die Lehrkräfte machen ja nichts mehr, die Auszubildenden lernen alles alleine.“ Der Werkstattbericht des DRK-Bildungswerks Thüringen zeigt an einem laufenden EPA-Curriculum, wie viel Lehrarbeit selbstreguliertes Lernen tatsächlich verlangt: Fälle konstruieren, Lernstände diagnostizieren, Expertenunterricht setzen, Unterstützung geplant zurücknehmen, programmatisch prüfen. Ebenso offen benannt werden die Stellen, an denen Konzept und gelebte Lehrpraxis auseinanderfallen, und der Widerstand, der jede substanzielle Reform begleitet.

    Tobias Fraatz
  35. Pause

    Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung

  36. Quo vadis rettungsdienstliche Bildung - Was bringt die Zukunft? Vorsitz Klaus Meyer Johannes Gottschalk
  37. Vortrag

    Ein Rahmen für alle? Akademische Qualifizierung auf dem Prüfstand

    Patrick Ristau
  38. Vortrag

    Advanced Paramedic Practitioner: Ein Modell für den deutschen Rettungsdienst?

  39. Vortrag

    Vom Pixel zum Patienten: Ein didaktischer Blick auf Potenziale und Grenzen digitaler Ausbildung im Rettungsdienst

    Die Digitalisierung führt zu einem tiefgreifenden Wandel in allen Bereichen beruflicher Ausbildung, so auch im Rettungswesen. Der Vortrag beleuchtet didaktische Potenziale und Grenzen dieser Entwicklung. Im Zentrum steht die Frage, welche digitalen Elemente für moderne Lehr- und Lernkonzepte künftig relevant sind. Dabei gilt es auszuloten, unter welchen Bedingungen sich solche Methoden etablieren lassen, um die Verzahnung von Theorie und Praxis zu optimieren und die Handlungssicherheit der Einsatzkräfte zu fördern.

    Dr. phil. Pierre Meinokat
  40. Programmpunkt

    Gewinner Posterpräsentation und Fazit

    Dr. rer. medic. Henning Sander, Prof. Dr. habil. Thomas Prescher
  41. Programmpunkt

    Ende

    Klaus Meyer, Dominik Hahnen

Unsere Aussteller

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Referentinnen und Referenten

Veranstaltungsort & Hotelempfehlungen

Veranstaltungsort:

Stadthalle Fürth
Rosenstraße 50
90762 Fürth

Parken an der Stadthalle

Hotelempfehlung:

Holiday Inn Express® Fürth
Rosenstraße 44
90762 Fürth
Das Hotel befindet sich direkt neben der Stadthalle Fürth

Homepage

Veranstalter

Logo Bundesverband für Bildung im Rettungswesen e. V.
Bundesverband für Bildung im Rettungswesen e. V.

Friedrichstraße 171
10117 Berlin

E-Mail: kontakt@bvbrw.de
Telefon: 030 23258268

Logo Stumpf + Kossendey Verlagsgesellschaft mbH
Stumpf + Kossendey Verlagsgesellschaft mbH

Rathausstraße 1
26188 Edewecht

E-Mail: kundenservice@skverlag.de
Telefon: 04405 9181-0

Logo INOB – Institut für notfallmedizinische Bildung gGmbH
INOB – Institut für notfallmedizinische Bildung gGmbH

Deutenbacher Straße 1
90547 Stein

E-Mail: info@inob.org
Telefon: 0911 36830981

Jetzt Ticket sichern: Anmeldung über unser Ticketportal tickets.skverlag.de

Rückblick auf die Posterausstellung

Platz 1: Szenario-Debriefing in der Ausbildung von Gesundheitsberufen

Eine relevante Kompetenz für BerufspädagogInnen?

Autoren: Felix Ritter (Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen), David Hippler (ResQuality Dortmund), Prof. Dr. Sandra Tschupke (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)

Hintergrund
Im Kontext der praktischen Ausbildung an Schulen des Gesundheitswesens spielt das Debriefing nach Simulationstrainings eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg. Die Effektivität von Simulationstrainings und dem damit verbundenen Lernerfolg hängt von der Qualität des anschließenden Debriefings ab, welches den Lernenden hilft, ihre Erfahrungen zu reflektieren und Handlungsalternativen zu entwickeln und im Berufsalltag anzuwenden.

Platz 2: LehrLounge: Digitale Impulse für deinen Unterricht

Best-Practice-Beispiel: Lehrkräftefortbildung zum Einsatz digitaler Medien in der rettungsdienstlichen Ausbildung

Autorin: Anja Wingert, M.A., Rettungsingenieurin, Digital Learning Developer, Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen

Hintergrund
Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Berufs- und Arbeitswelt nachhaltig und stellt insbesondere die berufliche Bildung vor neue Herausforderungen. Studien wie ICILS 2023 zeigen einen deutlichen Rückgang computer- und informationsbezogener Kompetenzen bei Jugendlichen, während gleichzeitig eine intensive Mediennutzung zum Alltag gehört. Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen stehen somit vor der Aufgabe, Lernende mit heterogenen und teils defizitären Medienkompetenzen auf eine zunehmend komplexe, von VUCA-Faktoren geprägte Arbeitswelt vorzubereiten, obwohl sie häufig selbst nicht umfassend für den didaktisch fundierten Einsatz digitaler Medien qualifiziert sind.

Platz 3: Virtual Reality in der rettungsdienstlichen Bildung

Ein Systematic Review

Autoren: Jonas Wagenhals und Prof. Dr. Mandy Hommel, OTH Amberg-Weiden, Fakultät Elektrotechnik, Medien & Informatik

Hintergrund
Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in der Notfallsanitäterausbildung können damit Lernziele erreicht werden, die unter realen Bedingungen schwer realisierbar sind. Als Simulationstrainings kommen VR-Anwendungen u. a. bei Szenarien mit Massenanfall von Verletzten (MANV) zum Einsatz. Diese Übersichtsarbeit widmet sich den Fragen der Verbreitung von AR/VR in der rettungsdienstlichen Bildung, den Fachgebieten der genutzten Szenarien und den bisher untersuchten Effekten im Vergleich zu herkömmlichen Trainings.

ADHS im Rettungsdienst – Zwischen Hyperfokus und Erschöpfung

Pädagogische Wege zu einer resilienten Lern- und Arbeitskultur

Autorin: Ann-Kristin Esdar, B.A. Medizinpädagogik, Notfallsanitäterin, Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport / Malteser Bildungszentrum Euregio

Hintergrund und Zielsetzung
Der Rettungsdienst ist geprägt von hoher Dynamik, Zeitdruck und emotionaler Belastung. Gleichzeitig zeigen sich Hinweise darauf, dass neurodiverse Personen – insbesondere Menschen mit ADHS – überdurchschnittlich häufig in diesem Berufsfeld vertreten sind, ohne dass ihre spezifischen Belastungen und Potenziale systematisch untersucht wurden. Ziel dieser Arbeit war es, ADHS im Rettungsdienst nicht defizitär, sondern differenziert als Zusammenspiel von Risiken und Ressourcen zu analysieren und daraus pädagogische Handlungsperspektiven für eine resiliente Lern- und Arbeitskultur abzuleiten.

Rettungssanitäter:innen – Die vergessenen Teammitglieder im Rettungsdienst

Überblick über die Rahmenbedingungen der Ausbildung und deutschlandweite Fragebogenerhebung zu Einsatzgebieten und Tätigkeiten

Autor: Christian Frieß, M.A., Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fakultät Gesundheitswesen

Hintergrund
Rettungssanitäter:innen (RettSan) bilden einen essenziellen Bestandteil des Rettungsdienstes, ihre Ausbildung blieb jedoch seit 1977 nahezu unverändert. Bisher fehlte eine systematische Untersuchung zu Ausbildungsstrukturen, Tätigkeitsprofilen und subjektivem Kompetenzempfinden dieser Berufsgruppe.

Resilienz im Rettungsdienst

Maßnahmen zur psychosozialen Stärkung von Einsatzkräften

Autoren: Dr. Corinna Posingies (Carl Remigius Medical School Frankfurt), Prof. Dr. Harald Karutz (MSH Medical School Hamburg), Hannah Sophie Thielen und Dr. Philipp Jann (Institut für Notfallpsychologie GmbH & Co. KG, Bielefeld)

Hintergrund
Einsatzkräfte im Rettungsdienst sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung und zu anderen Berufsgruppen einer deutlich erhöhten psychischen Belastung ausgesetzt. Neben punktuellen Extremereignissen tragen insbesondere kumulative Alltagsstressoren wie Schichtarbeit, Zeitdruck, Personalmangel und wiederholte Konfrontation mit Krankheit und Leid potentiell zur Entstehung psychischer Belastungsfolgen bei. Aktuelle Präventions- und Unterstützungsansätze fokussieren jedoch häufig auf Einzelereignisse und nachsorgende Maßnahmen.