Call for Posters
Auch beim dritten Bildungskongress Rettungsdienst laden wir wieder junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Kolleginnen und Kollegen herzlich dazu ein, ihre Abschlussarbeiten, Forschungsprojekte und innovativen Ideen im Rahmen einer Postersession zu präsentieren. Alle weiteren Informationen dazu gibt es hier.
Einen Rückblick auf die Poster der letzten Veranstaltung finden Sie hier
Programm
12. und 13. April 2027 · Stadthalle Fürth
- Tag 1 · Montag, 12. April 2027
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Kongresseröffnung
Klaus Meyer, Dominik Hahnen -
–Vortrag
Evidenced Based Education: Was sagt die Bildungsforschung wirklich?
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Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung
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–Workshop
Workshop Schulentwicklung: Bildungseinrichtungen aktiv gestalten
Lisa Moeken, John Schmidt -
Sozialkompetenzen
Vorsitz
Kersten Enke
Dr. rer. medic. Henning Sander
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–Vortrag
Stark bleiben, um stark zu machen: Resilienz als Fundament guter Lehre
Prof. Dr. Corinna Posingies -
–Vortrag
Notfallbearbeitung als Beziehungsarbeit: Soziale Kompetenzen im Einsatz
Philipp Dahlmann -
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Vortrag
Mitgefühl im Einsatz: Lässt sich Menschlichkeit trainieren?
Im Rettungsdienst lernen wir Algorithmen sicher anzuwenden, Entscheidungen unter Druck zu treffen und professionell zu handeln. Aber lernen wir auch, Mensch zu bleiben, wenn es schwierig wird? Empathie und Mitgefühl sind keine zusätzlichen „Soft Skills“, sondern beeinflussen, was wir wahrnehmen, wie wir Situationen bewerten und wie wir Menschen begegnen. Gleichzeitig braucht professionelle Hilfe auch Grenzen. Nähe darf nicht zur Überforderung werden und Distanz nicht zur Gleichgültigkeit. Der Vortrag verbindet psychologische Erkenntnisse mit der Realität des Einsatzalltags und beleuchtet eine zentrale Frage: Was passiert eigentlich mit unserem Mitgefühl, wenn Stress, Routine und Selbstschutz die Führung übernehmen?
Foteini Tsiokou-Milnikel -
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Pause
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–Workshop
Workshop Entrustable Professional Activities (EPA): Vertrauen als Maßstab
Lennart Meyer -
Praktische Ausbildung auf der Rettungswache
Vorsitz
Claus Kemp
Prof. Dr. Sebastian Koch
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Vortrag
Mehr als Wissensvermittler: Das Rollenbild der Praxisanleitung
Als Praxisanleitende sind wir für eine individuelle und zielorientierte Anleitung der Auszubildenden in realen Einsatzsituationen zuständig. Das Ziel ist, die Lernenden schrittweise in ihrer Kompetenzentwicklung zu begleiten. Parallel dazu besteht der schulische Ausbildungsanteil, an den die Hauptverantwortung für die Ausbildung übertragen wird. Doch welche Rolle spielt die Praxisanleitung im Rahmen des Kompetenzerwerbs der Auszubildenden? Der Vortrag beleuchtet insbesondere die Bedeutung und das Rollenverständnis der Praxisanleitenden und stellt Wirkmechanismen heraus, die den Kompetenzerwerb fördern bzw. hemmen können.
Philipp Todt -
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Vortrag
Praxisanleitung mit dem richtigen Werkzeug: Der Methodenkoffer
Kurzweilig und transferorientiert wird der Methodenkoffer der Zuhörenden um ausgewählte Methoden für den Einsatz am Lernort Rettungswache erweitert. Erforderliche organisatorische und prozessuale Rahmenbedingungen sowie Medien- und Recherchetipps werden ebenfalls zielgruppenübergreifend thematisiert.
Michael Grönheim -
–Diskussion
Auszubildende als Arbeitskraft: Ausbeutung oder Lernen durch Verantwortung? Eine Diskussion
Hendrik Lösche, Fanny Hübner -
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Fazit
Dominik Hahnen, Klaus Meyer -
Ende
- Generalversammlung des BVBRW
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Generalversammlung BVBRW (nur für Mitglieder)
Präsidium BVBRW
- Get Together
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Get Together
- Tag 2 · Dienstag, 13. April 2027
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Eröffnung
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–Workshop
Workshop Debriefing: Hot-Debriefig mit der Lego® Serious Play Methode
Hendrik Eismann, Jan Carlo Del Tedesco -
Notärztliche Bildung
Vorsitz
Dr. Florian Reifferscheid
Dominik Hahnen
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–Vortrag
Invasiv, aber kompetent: Welche Notfalltechniken werden im Notarztdienst benötigt?
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–Vortrag
Fortbildung mit Substanz: Wenn es nicht nur um die Punkte geht
Marc Zellerhoff -
–Vortrag
Notärztliche Bildung: Wie sie aus Sicht der BAND aussehen könnte
Dr. Florian Reifferscheid -
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Pause
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Workshop
Workshop Prüfen & bewerten: Fair, valide und praxisnah
Prüfungen in Gesundheitsfachberufen haben den Anspruch, fachliche Kompetenzen valide zu erfassen, faire Bedingungen zu gewährleisten und zugleich die steigenden Anforderungen der beruflichen Praxis abzubilden. Der Workshop thematisiert die Gestaltung dieser kompetenzorientierten Prüfungsleistungen, den Einsatz flexibler Prüfungsformate sowie zentrale Herausforderungen der objektiven Bewertung. Im Fokus stehen dabei auch unbewusste Einflüsse auf Bewertungsentscheidungen und Möglichkeiten, diese systematisch zu reduzieren.
Sebastian Hessel -
Rettungsdienstliche Bildung in der Gegenwart
Vorsitz
Dr. rer. medic. Henning Sander
Prof. Dr. habil. Thomas Prescher
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–Vortrag
Auf sicherem Terrain? Rechtsfragen der rettungsdienstlichen Bildung
Tobias Feltus -
–Vortrag
Neue Rollen, neue Curricula: Was Gemeinde-NotSan & Co. können müssen
Heiko Klaaßen -
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Vortrag
Wer unterrichtet hier eigentlich? Zwischen didaktischem Konzept und gelebter Lehrpraxis
„Die Lehrkräfte machen ja nichts mehr, die Auszubildenden lernen alles alleine.“ Der Werkstattbericht des DRK-Bildungswerks Thüringen zeigt an einem laufenden EPA-Curriculum, wie viel Lehrarbeit selbstreguliertes Lernen tatsächlich verlangt: Fälle konstruieren, Lernstände diagnostizieren, Expertenunterricht setzen, Unterstützung geplant zurücknehmen, programmatisch prüfen. Ebenso offen benannt werden die Stellen, an denen Konzept und gelebte Lehrpraxis auseinanderfallen, und der Widerstand, der jede substanzielle Reform begleitet.
Tobias Fraatz -
–Pause
Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung
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Quo vadis rettungsdienstliche Bildung - Was bringt die Zukunft?
Vorsitz
Klaus Meyer
Johannes Gottschalk
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–Vortrag
Ein Rahmen für alle? Akademische Qualifizierung auf dem Prüfstand
Patrick Ristau -
–Vortrag
Advanced Paramedic Practitioner: Ein Modell für den deutschen Rettungsdienst?
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Vortrag
Vom Pixel zum Patienten: Ein didaktischer Blick auf Potenziale und Grenzen digitaler Ausbildung im Rettungsdienst
Die Digitalisierung führt zu einem tiefgreifenden Wandel in allen Bereichen beruflicher Ausbildung, so auch im Rettungswesen. Der Vortrag beleuchtet didaktische Potenziale und Grenzen dieser Entwicklung. Im Zentrum steht die Frage, welche digitalen Elemente für moderne Lehr- und Lernkonzepte künftig relevant sind. Dabei gilt es auszuloten, unter welchen Bedingungen sich solche Methoden etablieren lassen, um die Verzahnung von Theorie und Praxis zu optimieren und die Handlungssicherheit der Einsatzkräfte zu fördern.
Dr. phil. Pierre Meinokat -
–Programmpunkt
Gewinner Posterpräsentation und Fazit
Dr. rer. medic. Henning Sander, Prof. Dr. habil. Thomas Prescher -
Programmpunkt
Ende
Klaus Meyer, Dominik Hahnen
Referentinnen und Referenten
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Klaus Meyer
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Dominik Hahnen
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Lisa Moeken
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John Schmidt
John Schmidt ist Notfallsanitäter und Medizinpädagoge sowie die stellvertretende Schulleitung am Malteser-Bildungszentrum Euregio in Aachen.
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Prof. Dr. Corinna Posingies
Professorin für Medizin- und Pflegepädagogik
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Kersten Enke
Diplom-Gesundheitslehrer, Notfallsanitäter, Präsident des BVBRW
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Dr. rer. medic. Henning Sander
- Philipp Dahlmann
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Foteini Tsiokou-Milnikel
Foteini Tsiokou-Milnikel ist Dipl.-Psychologin, systemisch-integrative Sozialtherapeutin und Notfallpsychologin. Als psychologische…
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Lennart Meyer
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Philipp Todt
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Claus Kemp
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Prof. Dr. Sebastian Koch
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Michael Grönheim
Michael Grönheim ist Berufspädagoge und Notfallsanitäter und Geschäftsführer sowie Schulleiter der intellexi Berufsfachschulen für den…
- Hendrik Lösche
- Fanny Hübner
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Hendrik Eismann
Hendrik Eismann ist Leitender Oberarzt Notfallmedizin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Medizinischen Hochschule…
- Jan Carlo Del Tedesco
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Dr. Florian Reifferscheid
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Marc Zellerhoff
Marc Zellerhoff ist Facharzt für Anästhesie und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Rhein-Kreis Neuss. Er ist stellv. Vorsitzender des…
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Sebastian Hessel
- Tobias Feltus
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Prof. Dr. habil. Thomas Prescher
- Heiko Klaaßen
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Tobias Fraatz
Tobias Fraatz ist Notfallsanitäter, Gymnasiallehrer und seit 2022 stellvertretender Schulleiter der Höheren Berufsfachschule für die…
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Patrick Ristau
Prof. Dr. Patrick Ristau ist Notfallsanitäter und Gesundheits- und Pflegewissenschaftler. An der Technischen Hochschule Deggendorf hat er…
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Johannes Gottschalk
Johannes Gottschalk ist Abteilungsleiter Biildung in der BRK-Landesgeschäftsstelle. Hierbei verantwortet er u.a. die strategischen…
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Dr. phil. Pierre Meinokat
Dr. phil. Pierre Meinokat promovierte zur Didaktik in digitalen Lernumgebungen und übersetzt akademische Theorie in rettungsdienstliche…
Veranstaltungsort & Hotelempfehlungen
Hotelempfehlung:
Holiday Inn Express® Fürth
Rosenstraße 44
90762 Fürth
Das Hotel befindet sich direkt neben der Stadthalle Fürth
Veranstalter
Friedrichstraße 171
10117 Berlin
E-Mail: kontakt@bvbrw.de
Telefon: 030 23258268
Rathausstraße 1
26188 Edewecht
E-Mail: kundenservice@skverlag.de
Telefon: 04405 9181-0
Deutenbacher Straße 1
90547 Stein
E-Mail: info@inob.org
Telefon: 0911 36830981
Rückblick auf die Posterausstellung
Platz 1: Szenario-Debriefing in der Ausbildung von Gesundheitsberufen
Eine relevante Kompetenz für BerufspädagogInnen?
Autoren: Felix Ritter (Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen), David Hippler (ResQuality Dortmund), Prof. Dr. Sandra Tschupke (Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften)
Hintergrund
Im Kontext der praktischen Ausbildung an Schulen des Gesundheitswesens spielt das Debriefing nach Simulationstrainings eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg. Die Effektivität von Simulationstrainings und dem damit verbundenen Lernerfolg hängt von der Qualität des anschließenden Debriefings ab, welches den Lernenden hilft, ihre Erfahrungen zu reflektieren und Handlungsalternativen zu entwickeln und im Berufsalltag anzuwenden.
Platz 2: LehrLounge: Digitale Impulse für deinen Unterricht
Best-Practice-Beispiel: Lehrkräftefortbildung zum Einsatz digitaler Medien in der rettungsdienstlichen Ausbildung
Autorin: Anja Wingert, M.A., Rettungsingenieurin, Digital Learning Developer, Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen
Hintergrund
Die fortschreitende Digitalisierung verändert die Berufs- und Arbeitswelt nachhaltig und stellt insbesondere die berufliche Bildung vor neue Herausforderungen. Studien wie ICILS 2023 zeigen einen deutlichen Rückgang computer- und informationsbezogener Kompetenzen bei Jugendlichen, während gleichzeitig eine intensive Mediennutzung zum Alltag gehört. Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen stehen somit vor der Aufgabe, Lernende mit heterogenen und teils defizitären Medienkompetenzen auf eine zunehmend komplexe, von VUCA-Faktoren geprägte Arbeitswelt vorzubereiten, obwohl sie häufig selbst nicht umfassend für den didaktisch fundierten Einsatz digitaler Medien qualifiziert sind.
Platz 3: Virtual Reality in der rettungsdienstlichen Bildung
Ein Systematic Review
Autoren: Jonas Wagenhals und Prof. Dr. Mandy Hommel, OTH Amberg-Weiden, Fakultät Elektrotechnik, Medien & Informatik
Hintergrund
Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere in der Notfallsanitäterausbildung können damit Lernziele erreicht werden, die unter realen Bedingungen schwer realisierbar sind. Als Simulationstrainings kommen VR-Anwendungen u. a. bei Szenarien mit Massenanfall von Verletzten (MANV) zum Einsatz. Diese Übersichtsarbeit widmet sich den Fragen der Verbreitung von AR/VR in der rettungsdienstlichen Bildung, den Fachgebieten der genutzten Szenarien und den bisher untersuchten Effekten im Vergleich zu herkömmlichen Trainings.
ADHS im Rettungsdienst – Zwischen Hyperfokus und Erschöpfung
Pädagogische Wege zu einer resilienten Lern- und Arbeitskultur
Autorin: Ann-Kristin Esdar, B.A. Medizinpädagogik, Notfallsanitäterin, Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport / Malteser Bildungszentrum Euregio
Hintergrund und Zielsetzung
Der Rettungsdienst ist geprägt von hoher Dynamik, Zeitdruck und emotionaler Belastung. Gleichzeitig zeigen sich Hinweise darauf, dass neurodiverse Personen – insbesondere Menschen mit ADHS – überdurchschnittlich häufig in diesem Berufsfeld vertreten sind, ohne dass ihre spezifischen Belastungen und Potenziale systematisch untersucht wurden. Ziel dieser Arbeit war es, ADHS im Rettungsdienst nicht defizitär, sondern differenziert als Zusammenspiel von Risiken und Ressourcen zu analysieren und daraus pädagogische Handlungsperspektiven für eine resiliente Lern- und Arbeitskultur abzuleiten.
Rettungssanitäter:innen – Die vergessenen Teammitglieder im Rettungsdienst
Überblick über die Rahmenbedingungen der Ausbildung und deutschlandweite Fragebogenerhebung zu Einsatzgebieten und Tätigkeiten
Autor: Christian Frieß, M.A., Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fakultät Gesundheitswesen
Hintergrund
Rettungssanitäter:innen (RettSan) bilden einen essenziellen Bestandteil des Rettungsdienstes, ihre Ausbildung blieb jedoch seit 1977 nahezu unverändert. Bisher fehlte eine systematische Untersuchung zu Ausbildungsstrukturen, Tätigkeitsprofilen und subjektivem Kompetenzempfinden dieser Berufsgruppe.
Resilienz im Rettungsdienst
Maßnahmen zur psychosozialen Stärkung von Einsatzkräften
Autoren: Dr. Corinna Posingies (Carl Remigius Medical School Frankfurt), Prof. Dr. Harald Karutz (MSH Medical School Hamburg), Hannah Sophie Thielen und Dr. Philipp Jann (Institut für Notfallpsychologie GmbH & Co. KG, Bielefeld)
Hintergrund
Einsatzkräfte im Rettungsdienst sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung und zu anderen Berufsgruppen einer deutlich erhöhten psychischen Belastung ausgesetzt. Neben punktuellen Extremereignissen tragen insbesondere kumulative Alltagsstressoren wie Schichtarbeit, Zeitdruck, Personalmangel und wiederholte Konfrontation mit Krankheit und Leid potentiell zur Entstehung psychischer Belastungsfolgen bei. Aktuelle Präventions- und Unterstützungsansätze fokussieren jedoch häufig auf Einzelereignisse und nachsorgende Maßnahmen.