Tagesticket Forum Telemedizin (19. Januar 2027)
299 €
Konferenztag mit allen Vorträgen und Diskussionen.
Ticket buchen19. Januar 2027 · Vienna House by Wyndham Andel's Berlin
Wie lässt sich die Qualität telenotfallmedizinischer Versorgung systematisch erfassen und weiterentwickeln? Welche Kennzahlen sind hinreichend aussagekräftig – und wie kann die Erfassung und Auswertung sinnvoll durch Maßnahmen im Alltag ergänzt werden? Der Workshop vermittelt praxisnah Grundlagen, Instrumente und konkrete Anwendungsbeispiele. Gemeinsam werden mögliche Qualitätsindikatoren betrachtet, Herausforderungen bei der Datenerhebung diskutiert und Ansätze für ein wirksames Qualitätsmanagement in der Telenotfallmedizin entwickelt.
Das Leipziger Modellprojekt „Telemedizinische Einsatzunterstützung“ verknüpft erstmals Telenotarzt, Einsatzsichter und Vorbeugenden Rettungsdienst innerhalb eines gemeinsamen Versorgungskonzepts im Umfeld einer Integrierten Regionalleitstelle. Im Mittelpunkt stehen das Zusammenspiel und die Synergien der drei Systemkomponenten sowie ihre gemeinsame Rolle in einer bedarfsgerechten Patientensteuerung und sektorenübergreifenden Versorgung – von der telemedizinischen Akutversorgung über niedrigprioritäre Einsätze bis zur Identifikation und gezielten Betreuung von Frequent Usern.
Der Einsatz von TNÄ vor einem geplanten Sekundärtransport kann die Rate der arztbegleiteten Transporte reduzieren oder auch die Ressource NEF für parallele Primäreinsätze schonen. Für die Indikation und die Disposition von Sekundärtransporten gelten aber häufig heterogene und regionale Richtlinien. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Vorgehensweisen in deutschen TNA-Zentralen und über die Zusammenarbeit mit Koordinierungsstellen für den Sekundärtransport. Am Beispiel Schleswig-Holstein wird gezeigt, dass eine ärztlich vorgegebene strukturierte Abfrage den Bedarf der vorherigen TNA-Konsultation auf Problem- und Grenzfälle reduzieren kann.
In Niederösterreich sterben täglich rund 51 Menschen. Nach rechtlicher Klärung, Zustimmung der Ärztekammer und erfolgreichem Pilotprojekt sind in Niederösterreich telemedizinische Todesfeststellungen bei erwarteten Todesfällen möglich. Ist kein Gemeindearzt erreichbar, erhebt diplomiertes Pflegepersonal mittels Checkliste Anamnese, Pupillen- und Pulskontrolle sowie EKG. Ein Telenotarzt beurteilt die verstorbene Person anschließend per Video und übermittelt die signierte Todesfeststellung elektronisch.
Der Vortrag beleuchtet die Möglichkeiten zur Abklärung durch ein Telenotarztsystem bei der Entscheidung zur Etablierung einer extrakorporalen Reanimation (ECPR). Im Fokus stehen die organisatorischen Abläufe und die erforderlichen Absprachen zwischen den beteiligten Rettungsdienst- und Klinikstrukturen. Ergänzend wird ein konkreter Fallbericht vorgestellt, der die praktische Umsetzung und Entscheidungsfindung veranschaulicht.
Telemedizinische Versorgungskonzepte gewinnen zunehmend an Bedeutung – und damit auch die Notwendigkeit ihrer systematischen wissenschaftlichen Begleitung. Der Vortrag beleuchtet zentrale Aspekte der Forschungspraxis: die methodische Planung von Studien sowie geeignete Evaluationsansätze. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Datenqualität als entscheidendem Erfolgsfaktor, da valide Daten die Grundlage für aussagekräftige Ergebnisse und evidenzbasierte Empfehlungen bilden. Typische Herausforderungen und Lösungsansätze werden ebenso diskutiert wie die Frage, unter welchen Voraussetzungen Forschung und Praxis produktiv zusammenwirken können.
In den vergangenen Jahren ist es zu einer Zunahme der Rettungseinsätze mit Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern ohne kritische Krankheitssituation gekommen. Die damit verbundenen Transporte und Klinikaufenthalte belasten sowohl die Patientinnen und Patienten als auch das Gesundheitssystem. In Wien wurde daher das Projekt „Digitale Notfallversorgung für Pflegeheim-Bewohner*innen“ ins Leben gerufen. Es besteht aus den drei Kernelementen notfallmedizinische Telekonsultation, Unterstützung durch qualifiziertes rettungsdienstliches Personal vor Ort und Einsatz diagnostischer und therapeutischer Tools.
In der Notfallmedizin ist die Digitalisierung eine wichtige Grundlage für die Dokumentation und Kommunikation in der Prozesskette der Notfallversorgung dar. Aktuelle Entwicklungen zum Einsatz KI-basierter Assistenzsysteme in der Notfallmedizin zeigen ein großes Potenzial zur Optimierung der Qualität in der digitalen Rettungskette. Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Einsatzfelder und Entwicklungen intelligenter Assistenzdienste im Bereich der Leitstelle, der Dokumentation und Kommunikation sowie der Ressourcensteuerung.
299 €
Konferenztag mit allen Vorträgen und Diskussionen.
Ticket buchen90 €
16.00 – 18.00 Uhr, begrenzt auf max. 30 Personen
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Prof. Dr. Stefan Beckers
Prof. Dr. Stefan Beckers ist Facharzt für Anästhesiologie, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Stadt Aachen, Leiter des Aachener Instituts für…
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Dr. Christian Hohenstein ist Chefarzt des Interdisziplinären Notfallzentrums in Bad Berka und Leiter der Telenotfallmedizin in Thüringen.
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