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Verlag Stumpf + Kossendey
Stumpf + Kossendey Fachverlag für Notfallmedizin
und Gefahrenabwehr seit 1979

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Symposium: Taktische Lagen im Rettungsdienst

Eine interdisziplinäre Plattform für Hintergründe, Strategien und Taktiken bei komplexen Einsatzlagen

Die zunehmende Präsenz von Gewalt und potenziellen Gefährdungslagen beeinflusst den Arbeitsalltag im Rettungsdienst spürbar. Einsatzkräfte sehen sich vermehrt mit Situationen konfrontiert, die ein erhöhtes Risiko für die eigene Sicherheit darstellen — darunter körperliche Angriffe sowie Amok- und Terrorlagen. Vor diesem Hintergrund sind Ärztliche und Organisatorische Leiter, Notärztinnen und Notärzte sowie nicht-ärztliches Rettungsfachpersonal gefordert, geeignete Maßnahmen zur Vorbereitung und Absicherung solcher Einsätze zu treffen.

25. November 2026 (Workshops: 24. November 2026) Hilton Düsseldorf

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Programm

25. November 2026 (Workshops: 24. November 2026) · Hilton Düsseldorf

  1. Symposium · 25. November 2026
  2. Eröffnung

  3. „Stirb an einem anderen Tag!“

    Immer häufiger stellt sich die Frage: Habe ich eine Lage zu bewältigen oder bin ich gerade dabei, Teil der Lage zu werden? Welche Schlüsse lassen sich aus journalistischer Perspektive aus Szenarien der Vergangenheit ziehen und mit welchen Bedrohungen ist in Zukunft zu rechnen – oder hat die Zukunft schon begonnen? Diesen Fragen widmet sich ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt in seinem Vortrag.

    LL.M. Holger Schmidt
  4. Diskussion

  5. Kaffeepause

  6. Die taktische Evolution der Nutzung von Fahrzeugen als Waffe: Herausforderungen für Rettungsdienste

    Mit der zunehmenden Nutzung von Fahrzeugen als Waffe (FaW) wachsen auch die Herausforderungen für Ersthelfer und Rettungsdienste. Der Vortrag behandelt die taktische Entwicklung von FaW, die Angriffsprofile und ihre Auswirkungen auf den Einsatz von Rettungskräften — bei Massenvorfällen ebenso wie im Alltag, wo solche Fahrzeuge auch eine direkte Bedrohung für das Rettungspersonal selbst darstellen. Behandelt werden zudem Ansätze zur Risikominderung für Einsatzkräfte.

    Yan St-Pierre
  7. Drohnenangriffe – neue erweiterte Einsatzszenarien und Lessons Learned aus aktuellen Krisen

    Die Vorbereitung auf Drohnenangriffe betrifft nicht mehr nur Kriegs- oder Krisenszenarien. Es ist realistisch, dass Drohnen bereits in der Phase einer hybriden Kriegsführung genutzt werden. Ebenso wahrscheinlich ist zukünftig der Einsatz von Drohnen für terroristische oder schwere kriminelle Akte. In diesem Vortrag werden die Erfahrungen aus aktuellen Einsätzen von Zivilschutz und Blaulichtorganisationen aus unterschiedlichen internationalen Einsatzgebieten vorgestellt. Ein Schwerpunkt bildet die Optimierung der Vorbereitung von Einsatzkräften auf die spezifischen Gefahren in solchen Lagen.

    Dr. Dr. h.c. Detlef Schröder, Eitan Charnoff
  8. Für den Fall der Verteidigung und Krise: Ist unser Gesundheitssystem vorbereitet?

    Kriege, Konflikte und unterschiedliche Krisenszenarien prägen die aktuellen Diskussionen und Planungen in der Landes- und Bündnisverteidigung sowie im zivilen Bevölkerungsschutz. Klinische und präklinische Versorgungssysteme stünden im Verteidigungsfall vor enormen Herausforderungen. Dieser Vortrag bietet eine multidimensionale und gleichsam kritische Beleuchtung der potenziellen Bedarfe, Schwachstellen und vorhandenen Konzeptionen im Verteidigungsfall, um insbesondere die daraus resultierenden Anforderungen an die zivilen Versorgungsstrukturen zu verdeutlichen.

    Dr. med. Martin-Christoph Henes
  9. Diskussion

  10. Mittagspause

  11. Pro und Contra von Junctional Tourniquets

    Das Junctional Tourniquet hat sich in der Versorgung schwerer Verletzungen mit lebensbedrohlichen Blutungen im Bereich der Leiste und der Achsel bewährt. Die Diskussion um das geeignete Mittel wurde lange und ausführlich geführt. Trotz des klaren Nutzens von Junctional Tourniquets ist die wissenschaftliche Evidenzlage weiterhin überschaubar. Da das Mitführen mehrerer Junctional Tourniquets in der Praxis nicht praktikabel ist, muss im Vorfeld eine klare Entscheidung für das eine oder andere Mittel getroffen werden. Dieser Vortrag beleuchtet die Pro- und Contra-Seiten.

    Dr. Michael Ehrhorn
  12. Prepared for the Worst – Traumareanimation im taktischen Setting: Realität, Konzepte, Training

    Die taktische Einsatzmedizin im Inland ist durch eine besondere Dynamik geprägt: Während die Phase unmittelbarer Bedrohung meist nur von kurzer Dauer ist, eröffnet sich nach Neutralisation der Gefahrenlage rasch der Zugang zu einer hochentwickelten, ressourcenstarken Notfallversorgung. Sebastian Liebl beleuchtet in seinem Vortrag die Herausforderungen der Traumareanimation im taktischen Setting an dieser entscheidenden Schnittstelle. Im Fokus stehen insbesondere Worst-Case-Szenarien wie schwer verletzte Einsatzkräfte mit traumatisch bedingtem Kreislaufstillstand. Anhand praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie die Rettungskette effektiver gestaltet und Handlungsabläufe klar strukturiert werden können. Darüber hinaus werden aktuelle medizinische Leitlinien in diesem Kontext eingeordnet sowie konkrete Empfehlungen zur Optimierung von Vorbereitung, Koordination von Ad-hoc-Teams und medizinischer Strategie vorgestellt. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen bestmöglich zu nutzen und die Versorgungsqualität in diesen seltenen, aber hochkritischen Situationen nachhaltig zu verbessern.

    Sebastian Liebl
  13. Diskussion

  14. Pause

  15. Einsatz in München am 13. Februar 2025: Wenn sich der Verkehrsunfall plötzlich als Amokfahrt herausstellt

    Der Einsatzbericht beleuchtet den Anschlag auf den Demonstrationszug einer Gewerkschaft in der Münchener Seidlstraße im Februar 2025, bei dem 35 Menschen verletzt wurden. Im Mittelpunkt stehen die ersten Minuten des Einsatzes, die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, die schnelle medizinische Erstversorgung und der zügige Abtransport sowie die anschließende Bettenverteilung über IVENA MANV.

    Michael Storz
  16. Amokfahrt in Magdeburg am 20. Dezember 2024

    Der Vortrag zeichnet den Ablauf der Geschehnisse aus dem Blickwinkel der verschiedenen Beteiligten nach – von der Leitstelle über die Kliniken bis zur Einsatzleitung und den einzelnen Einsatzabschnitten. Dabei geht es darum, welche Entscheidungen in welchem Moment getroffen wurden und welche Erfahrungen die Beteiligten aus dem Einsatz mitgenommen haben. Nicht zuletzt wird auch beleuchtet, welche vielfältigen Aufgaben sich erst nach dem eigentlichen Ereignis stellten und wie diese bewältigt wurden.

    Stefan Gerke
  17. Amoklauf in Graz am 10. Juni 2025: Ein MANV aus Sicht der Rettungsleitstelle

    Am 10. Juni 2025 ereignete sich in Graz ein Amoklauf, der zahlreiche Todesopfer und Verletzte forderte. Für alle alarmierten Einsatzkräfte stellte dieses Ereignis eine enorme Herausforderung dar. Thomas Gangl schildert die zeitlichen Abläufe und Maßnahmen, die von der steirischen Rotkreuz-Rettungsleitstelle umgesetzt wurden. Ein besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, wie die flächendeckende Alarmierung des Rettungsdienstes zentral aus einer Leitstelle erfolgte und die Zusammenarbeit mit den polizeilichen Kräften koordiniert wurde. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der psychosozialen Perspektive: Wie wurde der Einsatz aus Sicht der Mitarbeitenden der Rettungsleitstelle erlebt, und welche Rolle spielte die Krisenintervention vor Ort? Der Beitrag gibt Einblicke in die psychischen Belastungen, mit denen die Beteiligten konfrontiert waren, und zeigt auf, wie die Betreuung und Nachsorge organisiert und durchgeführt wurden.

    Thomas Gangl
  18. Diskussion

  19. Verabschiedung

  20. Workshops · 24. November 2026 (Vortag)
  21. Deeskalations- und Handlungsstrategien in Konfliktsituationen – Menschen lesen, Eskalationen erkennen, Konflikte steuern

    Rettungskräfte treffen täglich auf Menschen in Ausnahmesituationen: Schmerz, Angst, Alkohol, psychische Krisen oder aggressive Angehörige. In solchen Momenten entscheiden oft Sekunden darüber, ob eine Situation eskaliert oder deeskaliert. Dieser Workshop vermittelt praxisnah, wie Einsatzkräfte emotionale Dynamiken früh erkennen und Gespräche auch unter massivem Druck steuern können. Im Mittelpunkt stehen Methoden der situativen Verhaltens- und Emotionsanalyse sowie psychologische Verhandlungsstrategien, speziell angepasst für Einsatzsituationen im Rettungsdienst und in der Notfallmedizin.

    Teilnehmende lernen u.a.:

    • Emotionen und Stressreaktionen über Mimik und Körpersprache schneller zu erkennen
    • Proxemik und räumliche Dynamiken in angespannten Situationen bewusst zu nutzen
    • eskalierende Interaktionsmuster frühzeitig zu identifizieren
    • Gespräche mit aggressiven, panischen oder stark emotionalisierten Personen gezielt zu steuern
    • einfache Verhandlungs- und Deeskalationsstrategien unter Zeitdruck anzuwenden

     

    Der Workshop arbeitet mit realen Einsatzbeispielen, Videoanalysen und praktischen Übungen, sodass die Inhalte unmittelbar im Berufsalltag umgesetzt werden können. Ziel ist es, Rettungskräften mehr Handlungssicherheit, Ruhe und psychologische Klarheit in hoch emotionalisierten Einsatzlagen zu geben.

    Kati Johannsen
  22. Medical Hands-on-Workshop „Taktische Medizin“

    Beim Hands-on-Workshop zur taktischen Medizin erwartet die Teilnehmer ein Parcours mit fünf Stationen:

    • Blutstillung A: Tourniquet und Verbände
    • Blutstillung B: Woundpacking plus intraossäre Zugänge
    • Atemweg A: Entlastungspunktion/Chest Seal
    • Atemweg B: Notkoniotomie und Tuben
    • Hypothermie und Immobilisierung

     

    Die Stationen sind sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene ausgelegt. Durchgeführt wird der Workshop von der Capsarius-Akademie unter Leitung von Carsten Dombrowski.

    Carsten Dombrowski
  23. Workshop Planspielsimulation „Lebensbedrohliche Einsatzlagen“ (LebEL)

    Der Workshop gibt umfassende Einblicke in das Themenfeld „Lebensbedrohliche Einsatzlagen“ (LebEL). Der Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen den Kräften der Polizei und des Rettungsdienstes. Experten von Berliner Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) führen durch den ganztägigen Workshop, der mit einer detaillierten Einweisung startet und anschließend in wechselnder Funktionsbesetzung durchgeführt wird. Danach folgen eine Auswertung des Szenarios sowie eine Handlungsempfehlung zur Adaption ähnlicher Planspielsimulationen für den eigenen Bereich. Der Workshop ist ideal für die mittlere Führungsebene des Rettungsdienstes und der Polizei.

Impressionen aus den Vorjahren

Tickets & Eintrittspreise

Symposium-Tickets, Workshop-Tickets und Abonnenten-Rabatt – alle Optionen im Überblick.

10. Symposium Taktische Lagen

245 €

Standard-Ticket für das gesamte Symposium am 25. November 2026, inkl. Vorträge, Diskussionen und Tagesverpflegung.

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Abonnenten-Rabatt

Symposium-Ticket TAKTIK + MEDIZIN

225 €

Ermäßigtes Ticket für Abonnentinnen und Abonnenten der Fachzeitschrift TAKTIK + MEDIZIN – 20 € Nachlass.

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Workshop 24.11.

Workshop: Medical Hands-on „Taktische Medizin“

190 €

Parcours mit fünf Stationen, Capsarius-Akademie, Leitung: Carsten Dombrowski.

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Workshop 24.11.

Workshop: Planspiel „Lebensbedrohliche Einsatzlagen“ und Workshop: Deeskalations- und Handlungsstrategien

180 €

Workshops von 10-17 Uhr

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Verfügbare Zahlarten: Rechnung, PayPal, Kreditkarte. Versand: Print@home / Mobile-Ticket per E-Mail. Alle Preise inkl. ges. MwSt. CME-Punkte sind bei der Ärztekammer beantragt; nicht-ärztliches Personal erhält eine Teilnahmebestätigung.

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