Kongressticket Zukunftsforum (22. und 23. Februar 2027)
480 €
Beide Kongresstage inkl. aller Vorträge und Diskussionen sowie gemeinsames Abendessen am ersten Verstaltungstag
Ticket buchen22. und 23. Februar 2027 · Vienna House by Wyndham Andel's Berlin
Mit dem Innovationsfondsprojekt Verinet wird eine neue Form der Patientensteuerung in der Notfallversorgung erprobt: Statt reflexhafter Entsendung eines Rettungswagens erfolgt ein systematisches Notruf(re)assessment. Qualifizierte Fachkräfte identifizieren steuerungsrelevante Hilfeersuchen und vermitteln diese über ein verbindliches Case-Management in regionale Akutversorgungsnetzwerke – etwa zu Notfallpflege, Telemedizin oder psychosozialen Diensten. Erprobt wird das Konzept in zwei strukturell unterschiedlichen Modellregionen (Mannheim, Ems-Vechte) mit rund 10.000 Teilnehmenden. Ziel ist der Nachweis, dass sich Rettungsdiensteinsätze und Krankenhausaufnahmen durch bedarfsgerechte Steuerung deutlich reduzieren lassen, ohne die Patientensicherheit zu gefährden.
„Wir brauchen eine Kultur, in der Menschen Fehler machen dürfen.“ Was bedeutet das im Rettungsdienst, wenn es um Menschenleben geht, Abläufe sitzen müssen und Fehler schwerwiegende Folgen haben können? Genau hier beginnt das Spannungsfeld zwischen Fehlerkultur und Fehlermanagement. Die Keynote zeigt, warum klare Prozesse und Routinen unverzichtbar sind, aber niemals ausreichen. Es braucht Vertrauen statt Angst, Lernen statt Schuld und Menschen, die auch dann verantwortlich entscheiden, wenn kein Standard mehr greift.
Nicht alle Hilfebedarfe lassen sich mit den Mitteln des Rettungsdienstes lösen: Häufig liegen soziale oder pflegerische Problemlagen zugrunde. Der Rettungsdienst der Stadt Oldenburg setzt hier an und vermittelt Betroffene mit ihrem Einverständnis direkt an zuständige Fachdienste. Über eine digitale Schnittstelle werden Sozialdienst, sozialpsychiatrischer Dienst und Jugendamt eingebunden. So werden Versorgungslücken geschlossen, erneute Notrufe reduziert und der Rettungsdienst entlastet – DSGVO-konform und sektorenübergreifend.
Exoskelette werden zunehmend als Ansatz zur Reduktion physischer Belastungen auch im Rettungsdienst betrachtet. Der Vortrag stellt bisher im Rettungsdienst erprobte Exoskelettsysteme sowie mögliche Einsatzszenarien vor und bewertet deren Potenziale und Grenzen kritisch. Im Fokus stehen dabei Fragen der Wirksamkeit, Akzeptanz und Praxistauglichkeit. Darüber hinaus werden aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis sowie der Stand der wissenschaftlichen Evidenz vorgestellt und im Kontext der aktuellen AWMF-Leitlinie zu Exoskeletten eingeordnet.
480 €
Beide Kongresstage inkl. aller Vorträge und Diskussionen sowie gemeinsames Abendessen am ersten Verstaltungstag
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Prof. Dr. Andreas Pitz
Prof. Dr. Andreas Pitz ist Rechtswissenschaftler und Direktor des Instituts für Gesundheits- und Life-Sciences-Recht an der Technischen…
Dipl.-WiWi. Simone Gerwers
Simone Gerwers ist Executive Coach, Managementberaterin, Autorin und Keynote-Speakerin. Als Sparringspartnerin begleitet sie seit 2006…
Dr. Insa Seeger
Dr. Insa Seeger ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Department für Versorgungsforschung der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg.…
Dr.-Ing. Frederik Schütte
Dr.-Ing. Frederik Schütte ist Beratender Ingenieur für Sicherheitstechnik und Gründungspartner der AntwortIng Beratende Ingenieure PartGmbB.…
Dr. Kai Heinrich
Institut für Arbeitsschutz der DGUV
Dr. Florian Dax
Koordinator Vertretungskonzept bei der Berufsfeuerwehr München und Autor des Buches „Kennzahlen in Leitstellen“