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Baden-Württemberg sucht Notfallmediziner für neues Rettungsdienst-Referat

17.02.2016, 09:41 Uhr

Foto: R. Schnelle

Stelle im Innenministerium

In Baden-Württemberg ist aus dem bisherigen Referat 43 – Feuerwehr, Rettungsdienst, Fernmeldewesen – der Bereich Rettungsdienst herausgelöst worden. Das neu geschaffene Referat 63 – Rettungsdienst – in der Abteilung Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement im Innenministerium Baden-Württemberg hat die Aufgabe, einen rechtlichen und organisatorischen Rahmen für die Durchführung des Rettungsdienstes zu schaffen, Zuwendungen zu vergeben, die Aus- und Fortbildung zu fördern und alle medizinischen Maßnahmen im Rettungsdienst zu beaufsichtigen und zu steuern.

Für dieses neu geschaffene Referat wird jetzt erstmals der Dienstposten eines Arztes mit der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin besetzt. Er soll als Referent insbesondere alle strategischen und operativen sowie medizinischen Fragestellungen im Gesamtthemenkomplex des Rettungsdienstes bearbeiten. Dabei sei die Zusammenarbeit mit allen Partnern und Kostenträgern das herausragende Merkmal der Tätigkeit, wie es in der Stellenbeschreibung heißt. Von den Bewerbern wird neben der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin eine langjährige einschlägige Berufserfahrung verlangt, die durch eine mindestens fünfjährige Tätigkeit als Arzt in der Notfall- bzw. Rettungsmedizin und eine mindestens einjährige Tätigkeit als Notarzt in der Luftrettung erworben wurde. Zudem soll der künftige Arzt über eine langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den im Rettungsdienst tätigen Verbänden/Organisationen auf Landes- und Kreisebene in Baden-Württemberg verfügen. Diese soll er durch eine mindestens einjährige hauptamtliche Tätigkeit bei einem entsprechenden Verband und eine mindestens einjährige Übertragung der Funktion des ärztlichen Verantwortlichen im Rettungsdienst erworben haben.

Kommentare

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17.02.2016, 09:54 Uhr von Sascha
Ein richtiger Weg in eine gute Richtung. Dennoch halte ich den Aufgabenbereich Taktik und Strategie für unzureichend abgedeckt, da hier nur mit Erfahrung anstatt mit akademischen Fschwissen aufgewartet werden kann und es somit in die Hände eines studierten Spezialisten für eben diesen Fschbereich gehört. Ansonsten sber ein sinnvoller Schritt.
17.02.2016, 11:24 Uhr von christiane
Das ist genau der richtige Weg.Ich hoffe, dass dieser Arzt unabhängig arbeiten und entscheiden darf--dass er kein DRK-Mitglied und kein CDU- Mitglied ist.

Hätte Herr Gall diese Entscheidung schon früher getroffen, hätte ich mir--und etlichen hier-- viele Kommentare ersparen können.
17.02.2016, 11:36 Uhr von Achim
Respekt! Das lässt hoffen dass das Resort Rettungsdienst zumindest nicht sofort nach den Landtagswahlen und einem möglichen Regierungswechsel wieder an das Sozialministerium angehängt wird wie von dem einen oder anderen Politiker und Verbandsentscheidungsträger bereits angedacht.
17.02.2016, 12:31 Uhr von Hannes
Na hoffentlich wird er nicht aus BaWü kommen!

"Diese soll er durch eine mindestens einjährige hauptamtliche Tätigkeit bei einem entsprechenden Verband und eine mindestens einjährige Übertragung der Funktion des ärztlichen Verantwortlichen im Rettungsdienst erworben haben"

Ein völlig unbelasteter neuer Besen ist zwingend nötig!
17.02.2016, 13:05 Uhr von Jan
Moin,

also so aus der Ferne betrachtet liegt das Problem im Ländle doch wohl nicht an der personellen Besetzung irgend eines Ministeriums....

Aus meiner Sicht liegt das Problem im § 2 des RDG Baden-Württemberg. Wer ist denn nun genau Träger des Rettungsdienstes in Baden-Württemberg. Ist Rettungsdienst im Ländle eine Aufgabe zur Erfüllung nach Weisung oder eine Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung (Selbstgestaltung)???

Bei einer Aufgabe zur Erfüllung nach Weisung kann eine ärztliche Besetzung im Ministerium wohl sogar Sinn machen. Bei einer Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung ist eine solche Stelle eher Verschwendung und wird nichts oder nur wenig ändern können.

Gruß Jan
17.02.2016, 14:23 Uhr von Theodor
Sollte mich nicht wundern wenn es schon jemanden gibt der diese Position bekleiden soll und jetzt ein Freund oder Pateigenosse / Kollege eine Stelle dafür schafft. Mal abwarten ob was bringt. Wir erwarten nichts dann kann man auch nicht enttäuscht werden.
17.02.2016, 15:18 Uhr von christiane
@Jan: Es geht um die Rechtsaufsicht.Und die liegt nach dem CDU- Landrat, nach dem Regierungspräsidium beim Innenministerium.
Und wenn dort ein CDU-Landesbranddirektor eher auf der Seite der CDU-Landräte und des von der CDU dominierten Deutschen-Roten Kreuzes steht, dann kann das nichts werden.
Die Rechtsaufsicht muss sich nach dem Recht orientieren, nicht nach Parteiinteresse.

Auch eine Selbstverwaltung darf nicht gegen Gesetze verstoßen.Leider hat das noch nicht einmal die Staatsanwaltschaft kapiert!
Von einer ärztlichen Besetzung erhoffe ich mir mehr Kompetenz und mehr Verantwortung.Immerhin hat ein Arzt auch einen Eid abgelegt!
17.02.2016, 15:58 Uhr von Jupp
@ christiane, nach meinem Kenntnisstand haben Politiker dies auch mal getan... Ups, ein Staatsanwalt ja auch...

Also was ist wirklich ein "Eid" wert, dies fragt sich

grüßend
Jupp Schmitz us Kölle
17.02.2016, 17:16 Uhr von christiane
@Jupp:Was sind Bürger wert, die sich das gefallen lassen?

Was sind Rettungsdienstler wert, die Missstände erkennen und nichts unternehmen?
Was sind Notärzte wert, wenn sie Missstände erkennen und nichts unternehmen.

Ich habe ein Gewissen, was glauben Sie, was ich mir alles gefallen lassen musste?

Noch läuft eine Petition. Noch läuft eine Beschwerde, die vom Innenministerium an das Regierungspräsidium weiter geleitet wurde......
17.02.2016, 17:33 Uhr von Jan
Moin,

wenn ich mir den Ausschreibungstext nochmals so durchsehe und dann die eine Hälfte der Seite 11 (bis. 8 von 18) der beigefügten Broschüre

http://www.drk-baden-wuerttemberg.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/rotkreuz-aktiv/rotkreuz-aktiv_2014-4_web.pdf

...so länger betrachte, dann entdecke ich -so für mich ganz alleine- doch schon passende Ähnlichkeiten....

Ein Schelm wer dabei ..... denkt....

Gruß Jan
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