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Beschäftigte sind durchschnittlich 17,2 Tage im Jahr arbeitsunfähig

10.01.2018, 16:41 Uhr

Foto: BAuA

BAuA legt Bericht für 2016 vor


Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat ihren statistischen Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ für das Jahr 2016 veröffentlicht. Er liefert einen Überblick über die Anzahl von u.a. Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, Ausfalltagen sowie Verrentungen aufgrund verminderter Erwerbstätigkeit.

In den Bericht sind die Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 29 Mio. gesetzlich Versicherten eingeflossen. Nach Schätzung der BAuA sind 2016 insgesamt an die 675 Mio. Erwerbstage aufgrund von Arbeitsunfähigkeit ausgefallen. Dies habe zu einem Produktionsausfall anhand der Lohnkosten von 75 Mrd. Euro an Bruttowertschöpfung geführt, der deutschen Volkswirtschaft seien damit 133 Mrd. Euro verlorengegangen. 2016 sei jeder Beschäftigte durchschnittlich 17,2 Tage arbeitsunfähig gewesen, aufgrund veränderter Bezugsgrößen bei der Berechnung könne dieser Wert allerdings nicht mit dem für das Jahr 2015 verglichen werden. Muskel-Skelett-Erkrankungen trügen mit 22,8% den größten Anteil an den Ausfalltagen aufgrund von Krankschreibung, gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen (16,2%) sowie Krankheiten des Atmungssystems (13,5%). Hingegen blieben psychische und Verhaltensstörungen die weitaus häufigsten Ursachen für Verrentungen aufgrund verminderter Erwerbstätigkeit (42,8%). 2016 habe es eine deutliche Zunahme von Verrentungen aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen gegeben (ca. 1.500, +7,2%), insgesamt sei die Zahl mit 174.000 Fällen (+0,6%) aber stabil geblieben.

Die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten ist mit 22.300 Fällen im Vergleich zum Vorjahr um 23,7% gestiegen. Grund dafür sei die Aufnahme neuer Krankheiten in die entsprechende Liste, z.B. Hautkrebs durch UV-Strahlung. Es habe 2016 rund 80.000 Verdachtsanzeigen auf Berufskrankheit weniger gegeben als 2015 (ca. -2%). 2016 seien 2.576 Menschen an den Folgen einer Berufskrankheit gestorben, zwei Drittel davon aufgrund des Umgangs mit asbesthaltigem Material. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle sei um etwa 15.000 auf fast 960.000 angestiegen, die Unfallquote je 1.000 Vollarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 23,2 Unfälle gesunken. Bei den meldepflichtigen Wegeunfällen sei die Quote pro 1.000 Versicherten mit 3,7 fast stabil geblieben, zudem sei die Zahl der während der Arbeit oder auf dem Weg dorthin tödlich Verunglückten mit 873 um 9% niedriger als 2015.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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