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C1-Führerscheine nur noch fünf Jahre gültig

06.01.2017, 10:14 Uhr

Foto: P. Böhmer

Änderung gilt rückwirkend ab 2013

Wie das Verkehrsministerium Baden-Württemberg mitteilt, sind die Fahrerlaubnisklassen C1 und C1E nur noch fünf Jahre gültig und werden nur nach einer Gesundheitsprüfung verlängert. Betroffen davon sind rückwirkend alle ab 19. Januar 2013 neu erteilten Fahrerlaubnisse, selbst wenn in dem ausgestellten Führerschein noch eine Befristung auf die Vollendung des 50. Lebensjahres eingetragen ist. Die Führerscheine verlieren ihre Gültigkeit nach fünf Jahren ab Erteilung. Die Inhaber dieser Führerscheine sollen diese umtauschen, um die Eintragungen an die neue Rechtslage anzupassen. Für Fahrerlaubnisse, die zwischen 1. Januar 1999 und 18. Januar 2013 neu erteilt wurden, bleibt es wie bisher bei der Befristung bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres. Dieser Personenkreis muss laut Verkehrsministerium Baden-Württemberg nichts veranlassen. Gleiches gilt für Inhaber von Fahrerlaubnissen (Klasse 3 alt), die bis 31. Dezember 1998 neu erteilt wurden; diese genießen Besitzstand und haben unbefristete Gültigkeit.

Die Änderungen im Einzelnen stehen auf der Seite des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg zum Herunterladen bereit. Die Neuregelung ist am 28. Dezember 2016 in Kraft getreten. Ein Verstoß gegen die neuen Vorgaben der Fahrerlaubnisklassen gilt als Fahren ohne Fahrerlaubnis im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes und somit als Straftat.

Kommentare

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06.01.2017, 14:57 Uhr von Daniel
Noch spannender ist der zweite Absatz im verlinkten Dokument:

"Ist das Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung gebaut und ausgelegt, darf
es mit der Klasse C1 – unabhängig von der Zahl der Fahrgastplätze –nicht
mehr gefahren werden."

Heißt das, ich brauche für einen RTW jetzt einen D1, weil ich ja Personen befördere? Und was ist mit Mannschaftstransportwagen und Gerätwagen Sanität des Katastrophenschutes? Die MTWs der Medizinischen Task Force sind beispielsweise auf 3,8t zugelassen.
06.01.2017, 15:32 Uhr von Johannes
(...) Ausgenommen sind dagegen insbesondere Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz, gepanzerte Limousinen und Wohnmobile.

http://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/wichtige-aenderungen-fuer-fahrerinnen-von-klein-lkw-kleintransportern-und-kleinbussen/
06.01.2017, 15:33 Uhr von Harl
http://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/wichtige-aenderungen-fuer-fahrerinnen-von-klein-lkw-kleintransportern-und-kleinbussen/

"Ausgenommen sind dagegen insbesondere Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz, gepanzerte Limousinen und Wohnmobile. "

Trotzdem eine Frechheit mit den fünf Jahren rückwirkend bis 2013. Jetzt kann ich alle 5 Jahre zusätzlich zur G25 eine weitere Gesundheitsprüfung machen, die mich wieder 100€ kostet + 45€ Führerschein
06.01.2017, 15:34 Uhr von Philip
ich denke, dass mit der Beförderung von Personen der gewerbliche Transport gemeint ist, also Schulbusse, Behindertenfahrzeuge etc. MTWs dürften wie MZFs dem nicht unterliegen. In Bayern brauchen die RTW Fahrer der privaten Anbieter, die am öffentlichen Retungsdienst teilnehmen, Personenbeförderungsscheine (Taxischein), der auch alle 5 Jahre verlägert werden muss.
06.01.2017, 15:45 Uhr von Philip
@Harl
wieso übernimmt nicht Dein Arbeitgeber die Kosten dafür? Zumindest kenne ich das so. Auch die Hilfsorganisationen machen das für ihre Ehrenamtlichen.
06.01.2017, 21:31 Uhr von R
Hallo.
Da geht es jetzt als erstes an die Führerscheine.
Dann wird es auch in den Bereich bald eine Fahrerkarte geben. Gerade für die Fahrzeuge über 3,5 Tonnen.
Da werden die Aufnahmen immer weniger.
Hauptsache es wird dann nicht wieder groß zwischen Behörden und Privaten unterschieden.
07.01.2017, 13:06 Uhr von Joachim
Das ist genauso mit dem "ADR- Schein". Es kommt auf den Arbeitgeber an.
08.01.2017, 13:37 Uhr von Theodor
Also mich betreffen diese Regelungen zum Glück nicht, gehöre zu den Besitzstands-Personen. Allerdings ist es eine Unverschämtheit. Das ist doch wieder nur reine Beschäftigungstherapie für die Führerscheinstellen, bzw. es geht, so vermute ich, nur um die Generierung einer neuen Einnahmequelle. Mit Kanonen auf Spatzen, genauso ein Quatsch wie ein jährliche HU für Fahrzeuge über 7 Jahre oder was da im Gespräch war, Autobahnmaut oder das Verbot der Glühbirne. L Ä C H E R L I C H. Aber mit uns kann man es ja machen...
08.01.2017, 20:42 Uhr von Joachim
Klar kann mans mit uns machen. Wir lassen ja auch alles mit uns machen. Wir sind ja auch so Dumm und machen Jahrzehnte lang den selben Fehler. Der Deutsche will beschissen werden, deswegen wird er laufend Beschissen. Da es uns zu GUT geht, und die Bevölkerung nie Einig wird, kann auch nie etwas grundlegendes geändert werden. Deshalb ziehe ich vor den Franzosen den Hut. Wenn dort die Organisationen irgendwo gegen sind, gibt es einen Generalstreik. Gibt es oder hat es in Deutschland jemals einen Generalstreik gegeben??? Soweit ich weiß noch nie.
09.01.2017, 09:19 Uhr von Flo
@Joachim, einen Generalstreik wie man ihn aus Frankreich kennt wird es in Deutschland nicht geben. Bei uns sind Streiks nur zu Themen zulässig die Arbeitgeber und Arbeitnehmer untereinander klären können.
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