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ECMO-Mobil für Freiburg

24.02.2016, 10:42 Uhr

Fotos: Universitätsklinikum Freiburg

Ausgestattet wie ein Behandlungsplatz auf einer Intensivstation

Das Universitätsklinikum Freiburg verfügt seit Ende des Jahres über ein sogenanntes ECMO-Mobil. Das Intensivtransportfahrzeug steht ausschließlich für Patienten mit akutem Lungenversagen bereit, die auf die extra-corporale Membranoxygenierung angewiesen sind und von den anfordernden Intensivtherapiestationen anderer Kliniken an das Lungen-Ersatzverfahren-Zentrum des Universitätsklinikums Freiburg zur weiteren Behandlung transportiert werden. Der Betrieb des ECMO-Mobils wurde möglich durch eine Kooperation des Universitätsklinikums Freiburg mit dem DRK-Kreisverband Freiburg, den Kostenträgern und dem zuständigen Bereichsausschuss.

Das Fahrzeug steht 24 Stunden an 365 Tagen zum Abruf bereit. Es verfügt über die Möglichkeit, das ECMO-Gerät sicher zu fixieren und mit großen Vorräten an Sauerstoff und einer speziellen Energieversorgung auch stundenlange Transporte durchzuführen. Dazu stehen eine spezialisierte Patienten-Monitor-Anlage, ein Transportbeatmungsgerät und Infusionspumpen bereit, sodass das Fahrzeug wie ein Behandlungsplatz auf einer modernen Intensivstation ausgestattet ist, so das Universitätsklinikum.

Kommentare

24.02.2016, 15:24 Uhr von Jupp
Widerspricht sich dies nicht zu dem Konzept in Baden-Württemberg mit dem Projekt oder gilt dies plötzlich nicht mehr für das Breisgau?!? Oder wird hier eine Konkurrenz aufgebaut?!? Oder ist das Projekt "Intensivtransport Baden-Württemberg" mit den ITW (auch in Freiburg) jetzt aufgegeben?!?

Immerhin mal neen "richtiger" RTW im Vergleich zu dem "BW-Modell", allerdings ist die ECMO ja auch nicht klein und für die Westentasche... Wobei als ITW ja inzwischen primär andere Fahrgestelle genutzt werden... aber natürlich nicht in Baden-Württemberg.

Mal gespannt, was es über dies Projekt zu berichten gibt... Und nein, ich möchte mir nicht vorstellen, wie das DRK als Dienstleister ausgewählt wurde und nein auch nicht mit welchen Kräften (zumindest als Fahrer) es besetzt wird... Nein, nein, nein....

Kann jemand was zu den ECMO-Zahlen der Uniklinik sagen?!? "Lohnt" sich so neen Fahrzeug oder steht sich dies die Räder eckig?!? und wie groß soll damit der Einzugsbereich für das Kfz anstelle eines RTH sein?!? Aber ist ja auch egal... Kostenträger und Bereichsausschuss haben ja zugestimmt.

Es grüsst us Kölle

Jupp Schmitz us Kölle
24.02.2016, 20:48 Uhr von Ralf
Ein extra Auto nur für ECMO? Na sauber... bei uns in München fahrt das halt einfach der ITW (MB Atego). Bisher ist da alles reingegangen, was rein musste aber für die eine ECMO pro Woche, die dann teilweise noch der ITH oder der andere ITW abnimmt, würde sich ein separat vorgehaltenes Fahrzeug absolut nicht lohnen. Bei der überwiegenden Anzahl von Einsätzen wird das ECMO Team vom ITW abgeholt, nur in seltenen Fällen reist das Team schon mal anderweitig voraus. Wenn aber die ECMO-ITW Besatzung dann irgendwann mal von zu Hause eintrudelt, ist natürlich auch schon wieder viel Zeit vergangen, bis man losfährt.
24.02.2016, 22:21 Uhr von Achim
@Jupp:

bezüglich ITW in BW kann ich dir Ankündigen dass in den nächsten Wochen im Raum Stuttgart ein weiterer ITW an den Start geht der mit den bisherigen Fahrzeugen nicht viel gemein hat. Kommt halt auch immer darauf an wer das Konzept erstellt....
24.02.2016, 23:13 Uhr von Sven
@Jupp @ Achim - korrekt, der ITW Ludwigsburg startet ab März und es handelt sich um einen Iveco Daily
16.04.2016, 20:17 Uhr von Flori
Die ITW's in Ba-Wü fahren aber nur tagsüber und auch nicht am Wochenende. Auch gibt es nachts keine Hubschrauber, die kommen dann aus der Schweiz, Bayern oder Hessen. Im Hubi ist auch nicht mehr Platz wie in einem RTW. Da braucht man ja nicht gleich einen großen LKW dafür...

Aber sichere Fixierung ist schon ein Thema. Kann mich noch an Zeiten erinnern in denen wir einen Patienten mit IABP verlegt haben und die große Konsole im RTW neben die Trage gestellt haben. Daß sie nicht weg rollt haben wir halt de Feststellbremse an der Konsole fest gemacht und sind so mit Blaulicht durch das Schneegestöber gefahren. Auf der einen Seite grob Fahrlässig aber auf der anderen Seite muß der Patient ja irgendwie einer qualifizierten Weiterbehandlung zugeführt werden.

Inzwischen gibt es auch in Ba-Wü ITWs. Bin zwar raus aus dem Rettungsdienst aber was ich so am Rande mitbekomme ist das "Ländle" schon noch ITW-Entwicklungsland.
17.04.2016, 18:21 Uhr von Ernst
@Flori: "Im Hubi ist auch nicht mehr Platz wie in einem RTW. "

Für die EC 135 (DRF-Stationen in Mannheim, Karlsruhe/Baden-Airpark, Leonberg, Villingen-Schwenningen und Friedrichshafen sowie AAA-Station in Birrfeld/CH) gilt diese Aussage uneingeschränkt, ebenso für die BK 117 (DRF-Stationen in Stuttgart und Freiburg sowie ADAC-Luftrettungszentrum in Ulm). Auch für die EC 145 (REGA-Basen Basel und Zürich) und die H145 (DRF-Stationen München, Nürnberg und Regensburg sowie ADAC-Luftrettungszentrum Murnau) gilt das oben Gesagte. Wobei ich mit Ausnahme der EC 145 sogar sagen würde, dass "im Hubi sogar weniger Platz ist als in einem RTW"... ;-)

Die aus Hessen kommenden SA 365 N3 allerdings haben mehr Platz. Das galt auch für die Bell 412 der DRF/des HDM, die allerdings allesamt zum Jahreswechsel aus dem aktiven Dienst ausschieden. :-/ ECMO und anderes (bspw. Schwergewichtigen- und Inkubatoren-Transporte) können diese problemlos durchführen - wie 7,49 to-LKW am Boden!

Übrigens: WO bitte schön ist denn das "Ländle" in Sachen "Rettungsdienst" KEIN Entwicklungsland? Beim 3,5 to-RTW sicherlich nicht, beim BufDi oder FSJler als "RTW-Fahrer" wohl auch nicht! In Sachen "Integrierte Regionalleitstelle" wohl auch nicht! ... Ach ja, ITWs gibt es im Ländle auch schon seit Jahren - in Mannheim hieß der allerdings jahrelang INuVER. Erst im Jahr 2009 stationierte man vier ITW in Ulm, Stuttgart, ich glaub' Ravensburg und irgendwo sonst noch... - auf 3,5 to-Basis (Ausbau von Strobel - der kann's bekanntlich nur SO!)
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