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Ehrenamtliche Rettungsassistenten sollen Notfallsanitäter werden können

08.05.2018, 15:30 Uhr

Foto: R. Schnelle

Positionspapier der beiden DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg


Weiterentwickelte Leitstellen, die flächendeckende Einführung des internetgestützten Bettennachweises IVENA und landesweit einheitliche Kompetenzen für Notfallsanitäter – das sind einige der Kernpunkte, mit denen das DRK den Rettungsdienst in Baden-Württemberg langfristig verbessern will. In einem gemeinsamen Positionspapier der beiden Landesverbände im südwestlichen Bundesland werden zudem Forderungen erhoben, um die Einheit von Krankentransport und Notfallrettung zu wahren. Das DRK befürwortet ferner die weitere Mitwirkung von Ehrenamtlichen im Rettungsdienst, aber nur bei entsprechender Ausbildung. „Es muss die Option geben, ehrenamtliche Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern weiter zu qualifizieren“, so der DRK-Präsident des Landesverbandes Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz, bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Papiers.

Auch die jüngst in den Medien laut gewordenen Forderungen nach mehr Transparenz des Gesamtsystems Rettungsdienst steht das DRK nach eigener Aussage offen gegenüber. „Es spricht nichts dagegen, die Protokolle der Bereichsausschüsse öffentlich zu machen“, erklärte Hans Heinz, Landesgeschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg. Die Finanzierung des Krankentransports im Südwesten, der bisher mit 65,- Euro pro Transport als unterfinanziert galt, wurde bereits mit nun 85,- Euro Kostenerstattung verbessert. Mittelfristig sollen sogar 93,50 Euro und im endgültigen Tarif 103,50 Euro gezahlt werden. Befindet sich das neue Leitstellengesetz des Landes auch noch in Arbeit, so formulierte das DRK bereits seine Vorstellungen von den künftigen Leitstellen: die strukturierte Notrufabfrage als Standard, die Disposition des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes als feste Aufgabe, die Katalogisierung der AED-Standorte im jeweiligen Einzugsbereich und – zunächst als Pilotprojekt – die Anwesenheit von Ärzten. Auch die Einbeziehung in die Krankenhausplanung verlangt das Rote Kreuz. „Auf diesem Gebiet fehlt die rettungsdienstliche Sicht bislang völlig“, so die Landesgeschäftsführerin des Badischen Roten Kreuzes, Birgit Wiloth-Sacherer. (POG)

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