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Falck gewinnt Rettungsdienst in Pulheim

11.10.2012, 09:43 Uhr

Foto: Falck

Vierter Standort innerhalb eines Jahres

Am 25. September 2012 hat der Rat der Stadt Pulheim in einer nicht-öffentlichen Sitzung die Vergabe des Rettungsdienstes entschieden. Wie RETTUNGSDIENST erfuhr, wurde die Krankentransport Herzig GmbH, eine einhundertprozentige Tochter der Falck Rettungsdienst GmbH, mit der Durchführung der Notfallrettung in der 55.000-Einwohner-Stadt nordwestlich von Köln beauftragt. Ausgeschrieben war ein 24-Stunden-RTW an 365 Tagen im Jahr am Standort Pulheim-Sinnersdorf. Bisher waren die Malteser dort vertreten. Die Vertragslaufzeit beginnt am 1. Januar 2013 und endet am 31. Dezember 2017. Es besteht eine Option auf eine 12-monatige Verlängerung.

Gefordert war u.a., dass bei zwei zu besetzenden Funktionsstellen und ca. 1.920 bis 1.940 tatsächlichen Anwesenheitsstunden je Mitarbeiter und Jahr eine Rettungsassistenten-Quote von mindestens 85% durchgängig aufrecht erhalten werden kann. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass mindestens 50% des eingesetzten Personals auf der höchsten für den jeweiligen Mitarbeiter geltend gemachten Qualifikationsstufe eine mindestens dreijährige Berufserfahrung im Notfallrettungsdienst nachweisen kann. Die Mitarbeiter, die letztlich vor Ort für rettungsdienstliche Aufgaben eingesetzt werden, müssen eine Ortskenntnisprüfung erfolgreich absolvieren. Dazu wird es voraussichtlich im November noch zwei Prüfungstermine geben.

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Kommentare

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11.10.2012, 17:43 Uhr von Günni
Super Falck, Gratulation! Zeig es den großen HiOrg.

Ich finde es gut, dass auch der private Falke immer mehr Land gewinnt. Respekt auch an den Rat der Stadt Pulheim. Weiter so.

Nun werden bei den kommunalen Freunden die Tränen fließen. Egal.

Gruß
Günni
11.10.2012, 20:39 Uhr von Johannes
Klappt doch mit den Ausschreibungen - auch wenn die Vorlage wohl aus einer benachbarten Stadt kommt.
11.10.2012, 22:56 Uhr von Mirko
Herrlich! Ich gratuliere voller Freude und wünsche dem Falken alles Gute! Vor allem freue ich mich auf alles, was noch so kommen wird - Ihr verstaubten, arroganten HiOrg: Zieht euch warm an! Eine neue Ära hat längst begonnen - und da helfen auch keine noch so guten Verbindungen in Stadtverwaltungen und Kreistage mehr! Oh, wie mich das freut!
12.10.2012, 08:17 Uhr von Dino
Alles wie gehabt: Es wird ausgeschrieben und ein Anbieter gewinnt. Was gibt's zu gratulieren bzw. wer möchte denn gratuliert werden? Und wieder wird ein primäres Problem NICHT angesprochen: Was passiert mit dem vorhandenem Personal? Wird dieses übernommen? Wenn ja, bieten sich die gleichen Optionen oder bessere?

Ich selber bin 14 Jahre unter dem DRK in Sinnersdorf den Rettungsdienst gefahren und Opfer einer Ausschreibung geworden. Ich habe Glück gehabt und bin jetzt bei einem kommunalen Träger, wo es sich zumindest beruhigter arbeiten lässt. Ich finde aber, dass endlich mal aufgehört werden soll, die Mitarbeiter wie Ramsch hin und her zu schubsen. Sie haben ein Recht auf soziale Absicherung. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass aus dieser Ausschreibung zumindest zwei Mitarbeiter vom MHD die Kündigung bekommen haben. Also, wem soll ich gratulieren? Eine Schweinerei ist das.
12.10.2012, 10:01 Uhr von Voka
Es wird langsam echt langweilig, diese Kommentare zu lesen. Ja, Falck hat 'ne Ausschreibung gewonnen und, ja, es ist keine HiOrg, und was weiter? Nix, wer weiß denn bis jetzt, ob die besser "retten"? Wie ist da die Bezahlung? Wie werden die Mitarbeiter behandelt?

Und noch etwas finde ich merkwürdig, und komischerweise gibt's das im Gesundheitswesen auch nur im RD, oder hat schon mal jemand gehört, dass die Krankenhäuser, Arztpraxen, Berufsfeuerwehren oder die Krankenkassen alle fünf Jahre neu ausgeschrieben werden? Nein, komischerweise nur der Rettungsdienst und das, obwohl er an den Gesamtkosten des Gesundheitswesens in Deutschland nur einen Bruchteil einnimmt.

Werdet endlich klar im Kopf, es geht nicht um Privat, HiOrg, Kommunal oder auch nicht um Ehren-, Haupt- und Nebenamt. Es geht immer noch um Menschen, die einen Job haben und alle fünf Jahre neu um ihren Arbeitsplatz zittern müssen und niemals eine Planungssicherheit haben. Und genau das ist es, was leider einen tollen Beruf so unattraktiv macht - natürlich neben der Bezahlung und leider geringen Wertschätzung.

GLG aus dem Norden
12.10.2012, 14:24 Uhr von Bernd
@Voka: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
12.10.2012, 18:13 Uhr von Jo
Diese verflixten Ausschreibungen, das gibt es nur im KT/RD.

@Günni und Mirco: Ist Ihnen bekannt, dass bei solchen Auschreibungen auch Familen darunter leiden? Arbeitslos/Hartz IV, so etwas finden Sie toll! Mirco freut sich sogar, in der Hoffnung, dass seine Stelle nicht der Ausschreibung unterliegt. Echter Kollege.
12.10.2012, 20:32 Uhr von udo
@Jo: Zur Zeit haben in vielen Teilen dieser Republik die Leistungserbringer erhebliche Schwierigkeiten, ausreichend Personal zu finden. Daher halte ich das Gerede von Arbeitslos/Hartz IV für absoluten Blödsinn. Wenn man die Fachzeitschriften beobachtet, dann nimmt seit einigen Monaten die Anzahl der Stellenanzeigen zu. Warum wohl?

Ausschreibungen gibt es im Verkehrsgewerbe (Regionalbahnen, S-Bahnen und Buslinien), Materialbeschaffungen der öffentlichen Hand, Bautätigkeit der öffentlichen Hand, Dienstleistungen der öffentlichen Hand (z.B. Baustellenabsicherung, Landschaftsgärtnerische Tätigkeiten usw.).

Ach ja, große Unternehmen der Energiewirtschaft müssen Beschaffungen und Dienstleistungen auch ausschreiben. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken "Das war schon immer so, das kann so bleiben." Ich würde die Energie lieber darauf verwenden, mal zu überlegen, wie denn die Kriterien einer Ausschreibung gestalltet werden müssen, damit das Verfahren fair, transparent und mit wenig Auswirkungen für die Beschäftigten gestaltet werden kann.

Vorwärte denken und nicht nach hinten sehen.
12.10.2012, 21:36 Uhr von Nobi
@Voka: Hundertprozentige Zustimmung! Was passiert, wenn die neuen Mitarbeiter die Ortskenntnisprüfung nicht bestehen sollten?
12.10.2012, 22:41 Uhr von Hans
Hei, Voka, Bernd und Jo! Ihr habt alle 100% recht, es ist grausam, sowas zu lesen. Der Ausverkauf vom Rettungswesen.
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