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Gesundheitliche Schädigung durch Martinshörner?

01.02.2012

Foto: M. Leitner

Petition zur Lautstärkebegrenzung für Einsatzfahrzeuge

Noch bis zum 22. Februar 2012 kann, wer es für richtig hält, eine Petition beim Deutschen Bundestag mitzeichnen, die zum Ziel hat, den nächtlichen Einsatz von Martinshörnern per Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung einzuschränken. In der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr soll die Lautstärke auf 80 dB (A) begrenzt werden. Dafür soll § 55 Abs. 3 StVZO ergänzt werden.

In der Begründung der von einem Martin Weiland eingereichten Petition heißt es: „Die gesundheitliche Schädigung durch Schallzeichen (Martinshörner) von Einsatzfahrzeugen darf nicht länger hingenommen werden. Der Gesetzgeber ist dringend aufgefordert, die längst überfällige gesetzliche Änderung herbeizuführen. Die vorgeschlagene Begrenzung der Lautstärke auf 105 dB (A) tagsüber und 80 db (A) nachts, jeweils gemessen in 7 m Entfernung, sichert ausreichend die Durchsetzung der Vorfahrt für Einsatzfahrzeuge. Unter Abwägung der Rechtsgüter ist es nicht vertretbar, dass Einsatzfahrzeuge die Gesundheit von Menschen erheblich schädigen.“ Die Kommentarfunktion der Petitionsseite wird bereits ausgiebig genutzt.

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Kommentare

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01.02.2012, 11:10 Uhr von Tobias
Alles klar, demnächst kommt dann noch die Forderung ohne Blaulicht zu fahren, da durch die "Strobos" ja rein theoretisch Anfälle ausgelöst werden könnten ...
01.02.2012, 11:27 Uhr von Michael
So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Und dieser Martin Weiland ist dann auch noch der erste, der sich aufregt, wenn Einsatzkräfte nicht schnell genug an den Einsatzstellen sind.

Der Einsatz von Martinshorn und Blaulicht dient der Sicherheit der Besatzung der Einsatzfahrzeuge und soll andere Verkehrsteilnehmer auf die Einsatzfahrzeuge aufmerksam machen. Eine Gesetzesänderung zur Einschränkung zum Einsatz von Martinshorn halte ich für völligen Blödsinn und sinnbefreit.

Lieber Herr Weiland, Sie schlafen wieder ein, während andere ein Leben retten. Darüber sollten Sie sich Gedanken machen und nicht so einen Schrott verursachen.

Michael Maxam
01.02.2012, 11:30 Uhr von Chris
Oder eine Lichtemisionsbeschränkung für die LED-Blaulichtanlagen.

Ich glaube, da geht es wieder mal primär um die Störung der Nachtruhe durch Einsatzfahrzeuge. Anders kann ich mir die Beschränkung auf 80 dB(A) in der Nacht nicht erklären!

Ich hab extra schon auf den Kalender geguckt, ist aber der 1.2., nicht der 1.4.!

LG, Chris
01.02.2012, 11:31 Uhr von Marcus
Was für ein Schwachsinn -.-
01.02.2012, 11:53 Uhr von Tobias
Fallen die bisher vorhandenen Signalanlagen dann unter den "Bestandsschutz" und dürfen weiterhin für die Sicherheit der Besatzungen ertönen? Wenn ja, rechtzeitig Nachschub kaufen ;-)
01.02.2012, 14:49 Uhr von Chris
Schwachsinn! Dann machen die Pkw-Fahrer ja gar keinen Platz mehr! "Oh, Entschuldigung, ich habe Sie nicht gehört." Hat der Bundestag nichts Wichtigeres zu tun?
01.02.2012, 15:21 Uhr von Thomas
Dieser Herr Martin Weiland scheint ja den Knall nicht gehört zu haben, aber vielleicht war ein RTW mal wieder zu laut ...
01.02.2012, 15:25 Uhr von Pascal
Die Begründung ist vollkommen sinnfrei! Sondersignalanlagen werden genutzt, damit man gehört wird. Wenn man diese jetzt auf einen überhörbaren Pegel dimmt, kann ich sie auch ganz verbieten. Und wer nachts von 80 db (A) nichts mitbekommt und ungestört weiterschlafen kann, den stört die jetztige Lautstärke auch nicht. Es geht hier um Menschenleben und andere schützenswerte Güter, nicht um den Schutz des Schlafes der Mitbürger. Zum Schlafen haben diese die ganze Nacht Zeit. Demnächst müssen in Naturschutzgebieten dann auch sowohl akustische als auch visuelle Warnzeichen abgeschaltet bleiben, damit die Tiere nicht gestört werden?

Die Kollegen sind schon reichlich kulant, nachts auf freier Straße auf ihr Horn zu verzichten, obwohl dies eigentlich die gesamte Fahrt über laufen muss, um Sonder- und Wegerechte zu signalisieren.

Dann appeliere ich an alle aktiven "Einsatzfahrer", dem gesetzestreuen Mitbürger Martin Weiland Genüge zu tun und diese Vorschrift zu befolgen: "Jede Einsatzfahrt mit Horn", damit er auch merkt, wie oft wir bisher darauf verzichtet haben und an unsere schlafenden Mitbürger gedacht haben.

LG, Pascal Assenmacher
01.02.2012, 17:09 Uhr von ni
Die armen schlafenden Mitbürger. Ist klar, die modernen Pkw werden im Innenraum immer schalldichter gemacht und die Einsatzfahrzeuge sollen immer leiser werden, alles klar!

Wer denkt eigentlich daran, dass bei einem Unfall dem Fahrer des Einsatzfahrzeuges immer eine Teilschuld trifft. Da ja die arroganten egoistischen Deutschen sowieso schon so intolerant sind, wird es dann vermehrt zu Unfällen kommen. An die immer kürzeren Hilfsfristen will ich gar nicht denken. Immer schneller zum Einsatzort, aber schön leise.

Mal drüber nachdenken, Herr Weiland, oder ein Hobby suchen. Dann kannst Du deinen vollen Tatendrang dort einbringen.

MfG
01.02.2012, 17:11 Uhr von Uwe
Dass Signalanlagen zu laut für das Gehör sind, ist jedem klar, aber die Sorge ist hier nicht begründet. Es handelt sich hier um ein bewegliches Fahrzeug, d.h. der Schall wandert mit und eine Person ist diesem nicht dauerhaft ausgesetzt (Maßnahme wäre mal, kurz die Ohren zuzuhalten). Anders sieht es bei der Besatzung aus, die in diesem Fall wohl am meisten gefährdet ist. Vielleicht sollte sich hier die BG mal mit dem Thema befassen, bevor ein wichtigtuender Bürger wieder einmal seinen Mund aufmacht.
Das Jammern in dieser Gesellschaft ist wieder gewachsen und vielleicht gehört auch Hr. Weiland auch zu denjenigen Personen, die wiedereimal den RD rufen, weil sie Nachts schlecht geträumt haben. Dann können wir nicht schnell genug sein ...
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