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Gesundheitsraum für den Rettungsdienst

01.08.2014, 08:18 Uhr

Fotos: BRK Erlangen-Höchstadt

BRK Erlangen-Höchstadt bietet Sportmöglichkeiten an

Der BRK-Kreisverband Erlangen-Höchstadt hat am 1. Juli 2014 einen Gesundheitsraum offiziell in Betrieb genommen. Ziel dieser Einrichtung ist es, für die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter eine Möglichkeit zu schaffen, vor, während oder nach dem Dienst regelmäßig und einfach an einem Sportprogramm teilzunehmen, das die Risikofaktoren durch die Arbeit in den Einsatzdiensten mindert. Ebenso sollen der Körper, das Skelett und der Muskelaufbau gefördert werden, damit die täglichen Belastungen im Rettungsdienst leichter verarbeitet werden.

Im Gesundheitsraum befinden sich spezielle Trainingsgeräte: vom Rudergerät über ein Ergometer bis hin zu einer Krafttraining-Kombistation, einer Sprossenwand sowie Terrabändern. Der Raum ist mit Musikanlage ausgestattet sowie mit Trainingsspiegel und Anleitungen für Übungen. Der Betriebsmediziner des Roten Kreuzes Erlangen, Dr. med. Thomas Ruppert, betonte zur Eröffnung die Bedeutung von regelmäßigen Sport für die Prävention vieler Erkrankungen und für eine gute Vorbereitung auf die Beanspruchungen im Rettungsdienst. Der Gesundheitsraum ist Teil des Programms „AMiR – Altersmanagement im Rettungsdienst“, an dem das Rote Kreuz in Erlangen-Höchstadt seit über einem Jahr teilnimmt und das vom Europäischen Sozialfond ESF gefördert wird.

Kommentare

01.08.2014, 21:41 Uhr von E
Grundsätzlich eine gute Sache. Nur trainieren während der Arbeitszeit? Total verschwitzt zum Patienten? Nicht Euer Ernst, oder? Pfui Deiwel.
02.08.2014, 00:56 Uhr von Innocent
Auch wenn jetzt wieder viele Bedenkenträger ankommen werden: Meiner Meinung nach ist das ein super Projekt, das ich dringend zur Nachahmung weiterempfehle!
04.08.2014, 09:59 Uhr von klaus
Da bin ich ja auf die Entwicklung der Ausrückezeiten neugierig!

Neben dem schlechten "Freimelde-Verhalten" gibt es ja jetzt noch einen weiteren Baustein, der die Produktivität noch weiter senkt. Allerdings sind die Träger des Rettungsdienstes und die Sozialversicherungsträger mit Schuld, wenn sie den Rettungsdienst und insbesondere den Krankentransport nach "Vorhaltung" vergüten.

Als Führungskraft würde ich auch lieber ausschließlich mit solchen Projekten meine Zeit verbringen, um keine Zeit für die Personalprobleme zu haben.

Klaus
05.08.2014, 09:45 Uhr von Olaf
@Klaus: Dem kann ich nur beipflichten. Wenn solche Möglichkeiten vorgehalten werden, werden sie auch genutzt. Nicht von allen, aber sicher von vielen. Auch für den RD sollten einfache Möglichkeiten sich im Dienst sportlich zu betätigen zum Standard gehören. Und wenn es bimmelt, dann ist es so. Bei der Feuerwehr reibt sich auch niemand, wenn die vom Sport kommen.
05.08.2014, 17:47 Uhr von Emil
In diesem Forum würden sich sogar noch Bedenkenträger finden, wenn ein kostenloser Wasserspender, ein Whirlpool und ein PayTV-Zugang kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Hauptsache, man konnte mal das Haar in der Suppe suchen ...
06.08.2014, 08:04 Uhr von Hans
In der Tat frage ich mich bei vielen Kommentaren, wieso die Schreiber noch in diesem Beruf tätig sind, wenn doch alles so schlecht ist. Wäre ich so unzufrieden wie viele hier, hätte ich mich längst beruflich umorientiert. Aber dazu muss man ja mal den Hintern hochkriegen ...
06.08.2014, 08:52 Uhr von David
Liebe Forumsleser,

die Arbeitsmoral ("Freimelde-Verhalten") und Versorgungsqualität ist leider bei einer großen Gruppe in Erlangen sehr schlecht. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass eine "wir sind die tollsten"-Meldung für Kritik genutzt wird.
Nach meiner Kenntnis hat der kleine Mitbewerber in Erlangen (ASB) schon seit Jahren eine Kooperation mit einem Fitness-Center neben der Wache und die Rücksäcke, die beim BRK Erlangen jetzt als tolle Innovation gefeiert werden ebenso. Raupenstühle hat der ASB ebenfalls schon lange auf jedem Fahrzeug. Das BRK wartet, bis sie "vom Himmel fallen". Aber die Mitarbeiter können sich ja jetzt den Rücken stärken, um noch ein paar Jahre die unzureichenden (vor allem für den hinteren Träger) Meber-Stühle zu schleppen.

Gruß

David
06.08.2014, 10:26 Uhr von M
Liebe Retter (m/w),
Führung im Rettungsdienst ist ein komplexes Thema, wobei der MANV eigentlich nur einen Bruchteil der Arbeit ausmacht und ziemlich verschieden zur Führung im Tagesgeschäft läuft. Aber Führung im „Tagesgeschäft“ (Notfallrettung und Krankentransport) deswegen ganz bleiben zu lassen und nur die richtig schweren Verfehlungen zu thematisieren, ist meiner Ansicht nach der falsche Weg. Alle Führungskräfte sollten auch regelmäßig ohne gelbe ELRD-Jacke im Rettungsdienst mitwirken. Dann würde vieles besser sein (und es ist in vielen Fällen noch ganz schön viel Luft nach oben).
Gruß aus der Metropolregion Nürnberg
06.08.2014, 10:38 Uhr von Karsten
Gute Investition!
Ich würde die Geräte neben das Sofa vor den Fernseher stellen, dann lässt sich die Lieblingsbeschäftigung des gemeinen Retters mit etwas Gutem kombinieren. Vielleicht lassen sich dann auch diejenigen anstecken, die es im Rettungsdienst nötig haben. Erfahrungsgemäß nutzen es langfristig (und nur das bringt etwas) sowieso nur diejenigen, die schon etwas machen.
Gruß
Karsten
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