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Johanniter-Luftrettung in Bochum legt erste Bilanz vor

21.04.2017, 09:18 Uhr

Foto: Johanniter-Luftrettung

„Akkon Bochum 89-1“ flog 167 Einsätze

Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet, hat der seit dem 1. April 2016 von der Johanniter-Luftrettung betriebene und auf dem Flugplatz Marl-Loemühle stationierte Intensivtransporthubschrauber (ITH) „Akkon Bochum 89-1“ im ersten Betriebsjahr 167 Einsätze geflogen. Darüber hinaus ist die 8,5 Mio. Euro teure Einsatzmaschine seit dem 1. November vergangenen Jahres in 24-Stunden-Einsatzbereitschaft und kann durch die Ausstattung mit Night Vision Goggles (NVG), also Bildverstärkerbrillen (BIV), auch Primäreinsätze bei Nacht durchführen. Das Gros der Einsätze umfasst mit 131 Transportflügen Sekundäreinsätze, während 36 Primäreinsätze im Rahmen der Notfallrettung erforderlich waren, wenn kein anderes Luftrettungsmittel zur Verfügung stand. Durch den Einsatz des rot-weißen Transporthubschraubers gab es auch eine deutliche Zunahme an Flugbewegungen am Klinikum Bergmannsheil in Bochum, wo im vergangenen Jahr 252 Landungen erfolgten, was einer Steigerung von über 50% entspricht.

Die Reichweite des ITH beträgt rund 900 km, die Flugminute schlägt mit 74 Euro zu Buche. Eine Disposition und Koordination des Bochumer ITH-Systems erfolgt rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr durch die Johanniter-Alarmzentrale (JAZ), während Primäreinsätze von den umliegenden Leitstellen disponiert und geführt werden. Die Johanniter-Luftrettung betreibt zurzeit fünf Luftrettungszentren: „Air Rescue Nürburgring“ in Adenau, „Akkon Bochum 89-1“ in Marl, „Christoph Gießen“ in Gießen und „Christoph Mittelhessen“ in Reichelsheim, alle in Kooperation mit der Heli-Flight GmbH & Co. KG sowie „Christoph Rostock“ in Rostock in Zusammenarbeit mit der Rotorflug Airservices GmbH & Co. KGaA. Derzeit besteht die Flotte der Johanniter Luftrettung aus 12 Einsatzmaschinen des Typs AS 365 N2/N3 „Dauphin“ und 3 Ambulanzflugzeugen, die für die Luftrettung, Intensivtransporte und Repatriierung eingesetzt werden. (Scholl)

Kommentare

21.04.2017, 12:07 Uhr von Holger
Bei 136 Einsätzen im Jahr und das seit November im 24 Stunden Betrieb, zumindest nachts mit 2 Piloten, HEMS Crew Member, Notärzten, plus Betriebs- und Wartungskosten für die Maschine....Halleluja, der Hubschrauberbetreiber muss reichlich Geld übrig haben. Bedenkt man, das DRF und ADAC Luftrettung trotz dramatisch höherer Einsatzzahlen, jedes Jahr von der Björn Steiger Stiftung, bzw. dem ADAC kräftig bezuschusst werden müssen, so muss der Betreiber dieses Hubschraubers ein wahres Finanzgenie sein.
22.04.2017, 19:44 Uhr von Dr. Gabriel
Das Bergmannsheil in Bochum nimmt fast alles auf. Besonders wenn es sich um Heli Transporte handelt.
Auch auf die Gefahr, dass es mit dem Schwarzen Kombi wieder Richtung Heimat geht.
Die neue Patologie muss ja auch ihre Daseinsberechtigung haben.
Zum Glück gibt es Tunnelgänge und die Patologie ist am anderen Ende der Gebäude.
Eine Nacht selbst mit erlebt, das sechs ( 6 ) Helis verschiedener Orgas auf dem Landedeck landen wollten.
Das war vielleicht ein Spass in der Luft. Jeder von den Hubis reklamierte für sich einen Vorrang zur Landung.

Die Anwohner sind natürlich nicht so erbaut über die nächtlichen Anflüge.
Was man irgendwie verstehen kann. Wer möchte schon einen nicht gerade leisen Hubschrauber vor seinen Schlafzimmerfenster haben.

Was den Flughafen Marl Loemuehle angeht, der sollte laut Landesregierung NRW Mal geschlossen werden.
Aber durch Lobbyismus und Parteipolitisch wurde dieses auf die lange Bank geschoben.
Ein Flughafen der überflüssig ist.
Nur noch ein paar Gutbetuchte, ein Aeroclub und ein Fallschirm Springer Club benutzen den Flughafen.
Das bekannteste Mitglied war Mal Vorsitzender einer Partei.
Sein letzter Sprung ging auch von diesem Platz aus.
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