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Notfallsanitäter-Azubis als RTW-Fahrer

09.03.2017, 10:34 Uhr

Foto: P. Böhmer

Brandenburg weicht Regelung auf

Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) des Landes Brandenburg hat in einem Schreiben vom 28. Februar 2017 an die Träger des Rettungsdienstes und andere damit befasste Institutionen u.a. Stellung zum Einsatz von Notfallsanitäter-Auszubildenden als Fahrer des RTW genommen. Dies sei bisher auf Empfehlung des Arbeitskreises der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst abgelehnt worden. Aufgrund der Entwicklung in anderen Bundesländern, die diesen Einsatz zum Teil gestatten, seien das LAVG und das brandenburgische Innenministerium übereingekommen, dass im letzten Halbjahr der dreijährigen Ausbildung dieser Einsatz als RTW-Fahrer mit einer maximalen Gesamtdauer von zwei Monaten möglich ist, sofern der Auszubildende die Prüfung zum Rettungssanitäter erfolgreich abgelegt habe. Es sei allerdings nicht das Ausbildungsziel eines Notfallsanitäters, Fahrer eines RTW zu sein.

Des Weiteren wurde in einer gemeinsamen Beratung mit den Notfallsanitäter-Schulen in Brandenburg vereinbart, dass die Prüfung zum Rettungssanitäter im Rahmen der dreijährigen Notfallsanitäter-Ausbildung zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres angeboten werden soll. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Prüfung dürften aber auch sie erst im letzten Halbjahr ihrer dreijährigen Notfallsanitäter-Ausbildung als RTW-Fahrer eingesetzt werden.

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Kommentare

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10.03.2017, 12:24 Uhr von Thomas
Nun da es keine ZDler oder RA-Praktikanten mehr gibt, soll der Azubi Notsan offensichtlich deren Funktionen übernehmen. RS-Prüfung im zweiten Ausbildungsjahr, wer aber eine RS-Ausbildung auf den NotSan anrechnen will, das geht dann vom NotSan Gesetz natürlich nicht. Scheinbar hat man gemerkt, das die NotSan Geschichte wohl mächtig ins Geld geht.
10.03.2017, 15:06 Uhr von Florian
Man merkt langsam was für einen unfassbar dilettantischen Stuss man da verzapft hat. Stufenausbildung wäre die Lösung gewesen. In sowas können sich deustche Hirne aber nicht reindenken.
10.03.2017, 18:26 Uhr von Freakmean
@Florian: Stufenausbildung? Was schwebt dir da genau vor? Die Stufe vom RS zum NFS finde ich wäre etwas zu hoch. Da bräuchte es andere Konzepte.
10.03.2017, 22:27 Uhr von Gianni
Moin,
das ist doch ein deutliches Signal: Maximal für zwei Monate im letzten Halbjahr der Ausbildung darf der brandenburgische NFS-Azubi(ne) als Fahrer des RTW eingesetzt werden.
Ergo ist er ansonsten als dritte Kraft auf dem Fahrzeug.
Im Gegensatz dazu mal wieder NRW, wo die NFS Azubis f r e i w i l l i g die RS Prüfung mach können - zufällig nach dem ersten Quartal - um dann doch wieder die Lücken zu schließen, die RAiP hinterlassen? Und so entsteht ein Herumgehampel mit den Stellenberechnungen in den Bedarfsplänen, die Kostenträger freuen sich...

Mit personalgestellten Grüsssen
Jan
10.03.2017, 22:34 Uhr von Kurt
Ist die spannendere Frage nicht die, was das für das Gehalt ausmacht? Ein NotSan-Azubi verdient meines Wissens weniger als ein RS. Erhält er dann Zuschläge, wenn er als RS eingesetzt wird? Oder spart da nur der Arbeitgeber?

P.S. "deustche Hirne" ... ohne Worte ;-)
12.03.2017, 08:08 Uhr von Theo
Ich denke ob da überhaupt ne RS Prüfung gemacht werden soll ist etwas das rechtlich geklärt werden sollte. In den entsprechenden Gremien und daran sollten sich dann alle Bundesländer halten müssen, denn somit ist die Einheitlichkeit der Ausbildung nicht gegeben. Es darf beim Not San auch nicht darum gehen Stellen einzusparen.
Es ist aber wichtig dass die Not San Auszubildenden im 3. Jahr wie es vorgesehen ist auch als 2. Person dabei sind zumindest das letzte halbe Jahr.
12.03.2017, 13:20 Uhr von Florian
Nehmen Sie sich den Tippfehler und pinnen Sie ihn sich an die Wand.
16.03.2017, 22:20 Uhr von Joachim
"Es sei allerdings nicht das Ausbildungsziel eines Notfallsanitäters, Fahrer eines RTW zu sein."

Ja, warum macht der Notfallsanitäter denn dann den Führerschein!? Oder gibt es im Bundesgebiet Rettungsdienstschulen die den NotSan ohne Fahrschule anbieten!?

Vielleicht weil künftig ein nicht unerheblicher Teil an Notfallsanitätern eben nur eine Rettungssanitäterstelle bekommen und entsprechend geringer entlohnt werden.
Rettungsassistenten wird es künftig nicht mehr geben, Zivildienst gibt's auch nicht mehr und die Rettungssanitäter wollen bestimmt alle mal Notfallsanitäter werden, um dann wieder als Rettungssanitäter zu arbeiten, ehe sie nach ein paar Jahren eine Stelle als Notfallsanitäter bekommen, oder vielleicht auch nicht. Aber die Stellensituation sieht ja für Notfallsanitäter gar nicht so schlecht aus, im Augenblick. Schwierig, schwierig..., mit dem Notfallsanitäter, aber nun mal ehrlich. Einer muss ja nun den RTW fahren und keiner will ja sein ganzes Leben lang Rettungssanitäter bleiben, also muss der NotSan ran. Günstiger wäre allerdings das Ehrenamt als Rettungssanitäter.
20.03.2017, 09:04 Uhr von Tim
Es gibt Schulen, wo der RS im ersten Lehrjahr als Zwischenprüfung Teil der Ausbildung ist.
Erst einmal kann der NotSan-Azubi gut Etappen weise motiviert werden, da es ja teilweise sehr trocken im theoretischem Teil der Ausbildung zu geht, andernfalls finde ich es wichtig, als NotSan-Azubi zu wissen, wie es ist, nur zu zweit im Team zu sein, was nicht gegeben ist, wenn man immer als 3. auf dem RTW fährt und die Schulen können eben nicht gut genug das Arbeiten auf der Straße darstellen.

Davon abgesehen, frage ich mich teilweise wie krüsch man sein muss, um nur den RS als Fahrer zu nutzen. Es gibt Rettungsdienste, da wechseln sich RS und NotSan als Teamführer ab, sollte es mal aber hart um die Ecken gehen und der RS an seine Grenzen stoßen, gibt es immer noch den NotSan, der einspringen kann.
Wir wissen ja alle, wie viele tatsächliche Notfälle gefahren werden und für wie viele Einsätze der RS langen würde.
Je früher der Azubi selbstständig das Arbeiten lernt, desto größer der Lernerfolg. So zeigt meine Erfahrung das.
20.03.2017, 19:30 Uhr von Achim
Für mich stellt sich aber die Frage ob der NFS Schüler überhaupt in Personalunion während seiner Ausbildungszeit als RS aktiv sein kann?
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