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Tarifvertrag für ASB-Notfallsanitäter in Baden-Württemberg tritt morgen in Kraft

30.06.2017, 12:06 Uhr

Foto: F. Zanettini/ASB

Lohnsteigerungen um 10%, in Einzelfällen bis zu 19%

Ver.di und der ASB-Landesverband Baden-Württemberg haben einen Tarifvertrag für Notfallsanitäter abgeschlossen, der morgen in Kraft tritt. Die Beschäftigten des ASB sollen damit künftig finanziell deutlich bessergestellt sein. Zum 1. Juli 2017 werden alle Notfallsanitäter in die neu geschaffene Entgeltgruppe E9n eingruppiert. Das bedeute für nach dem 31. Juli 2007 eingestellte Notfallsanitäter Lohnsteigerungen um 10%, in Einzelfällen sogar von bis zu 19%, wie der ASB mitteilt. Die wöchentliche Arbeitszeit im Rettungsdienst verringert sich auf maximal 47 Stunden, ab dem 1. Januar 2018 noch einmal auf 45 Stunden.

Beim ASB-Landesverband Baden-Württemberg sind derzeit 99 Auszubildende zum Notfallsanitäter beschäftigt. Die ersten 10 sind in diesem Sommer fertig. Rettungsassistenten bereitet der Landesverband mit einer dreiwöchigen Vorbereitung auf die Prüfung zum Notfallsanitäter vor.

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Kommentare

30.06.2017, 17:49 Uhr von pa.
Ein guter Ansatz. Mittelfristig könnte man anfangen einen Flächentarif auf Landesebene zu entwickeln, wo sich langfristig ein Flächentarif auf Bundesebene heraus entwickeln kann.
30.06.2017, 19:48 Uhr von Nicole
Das ist doch mal ein Ansatz. Das könnte für Ver.di doch mal bundesweit ein Vorbild sein.
30.06.2017, 23:48 Uhr von Andreas
Was heisst das in €? Bzw. kann man den ASB Tarif irgendwo einsehen?
01.07.2017, 10:40 Uhr von pa.
@Andreas
Kann mir gut vorstellen, das er ähnlich wie TVÖD, DRK Reformtarif ist. Habe im Netz nichts gefunden. Sonst schreib an Verdi in BaWü eine Email.
01.07.2017, 10:56 Uhr von B
Gibt's auch eine Tariftabelle zum Vergleichen
bzw einsehen wieviel man wo verdient?
Wäre gerade für uns BRKler mal intetessant wo anstatt die
neue Eingruppierung durchzulassen lieber die Verdi wegen absurden
Pausen- und Arbeitszeiten rumstreitet...
01.07.2017, 12:33 Uhr von Kurt
Der Ansatz ist klasse. Die spannende Frage dürfte jetzt sein, wann sich der Aspekt "Tarife" auch in den Ausschreibungen durchsetzen und die den Anbieter an solche Tarife binden wird. Andernfalls könnte es passieren, daß tarifgebundene Arbeitgeber mehr und mehr das Nachsehen haben. Dann hilft's auch wenig, daß sie besser bezahlen würden, als andere. Denn je weniger Wachen sie betreiben können, desto weniger Arbeitsplätze wird's zu den Tarifen geben.
01.07.2017, 13:27 Uhr von Marc
Der ASB zahlt nach TV-L.
01.07.2017, 16:24 Uhr von Achim
@Marc: Jaein. Die Vergütungstabelle beim ASB BaWü entspricht dem des TVÖD für den Not San wie auch beim DRK RTV, nur angepasst von der Grund-Arbeitszeit des TVL. Daher sind die Vergütungsschritte beim ASB TV etwas höher als beim DRK RTV. Beim DRK RTV etwas niedriger als beim TVÖD. Die sonstigen Arbeitszeitregelungen beim ASB BaWü für das RD Personal entsprechen denen des DRK RTV bis auf kleine Unterschiede. Nach dem Motto warum das Wagenrad zweimal neu erfinden... Bewährtes kann man ja übernehmen.
Das Start Grundgehalt beim ASB BaWü dürfte daher so bei ca. 2800€ und das Endgehalt in der höchsten Stuf bei ca. 3500€ liegen. Aber jetzt mal nur hochgerechnet ohne die Beträge wirklich zu kennen!
Interessant auch dass die Jahressonderzahlung meines Wissens 95% beträgt und es eine Absenkung für ältere Mitarbeiter der Wochenarbeitszeit ab dem 60. LJ auf echte 39 Std. gibt auch wenn am Beschäftigungsort eine Arbeitsbereitschaft vorliegen sollte. Die Arbeitszeit wird wohl zudem ein Jahr vor dem DRK auf diese max. 45 Stundenwoche gesenkt. In einigen RD Bereichen des ASB wird wohl gerade über punktuelle Absenkungen auf bis zu 42. Std. verhandelt.
Meiner Ansicht nach merkt man doch momentan beim ASB die Ausrichtung hin zu mehr Sozialkompetenz auch in den anderen Geschäftsfeldern des ASB. Das war dort aber auch nicht immer so.
@Kurt: Ausschreibungen gibt es im "Ländle" nicht aufgrund des Konzessionsmodells und RD Gesetzgebung. Hier spricht man von Vergabe "light" ;-)
@ Nicole: Dieser Abschluss und auch der des DRK RTV ist für ver.di Vorbild aber man kann keinen Arbeitgeber zwingen mit ver.di zu verhandeln und diese Abschlüsse zu diktieren. Das lässt unser Rechtssystem nicht zu.

Da der DRK RTV in RLP, Hessen, Saarland und BaWü gilt und der ASB BW TV eher noch ein klein wenig besser ist, kann man hier getrost von einem Südwest Tarif Niveau für den RD sprechen. Es wäre wünschenswert wenn die anderen ASB Gliederungen in dien erwähnten Bundesländern diesen ASB Abschluss mit übernehmen würden sofern nicht geschehen.
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