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Telenotarzt wird Teil des Rettungsdienstes Vorpommern-Greifswald

04.10.2017, 16:10 Uhr

Foto: P3 Telehealthcare

Entlastung bei gleichzeitiger Verkürzung des therapiefreien Intervalls


Der Landkreis Vorpommern-Greifswald verstärkt seinen Rettungsdienst durch das Telenotarzt-Konzept der Firma P3 Telehealthcare. Als ergänzendes Rettungsmittel in der Notfallversorgung soll es die Versorgung von Patienten im ländlichen Raum verbessern: Durch den Telenotarzt könne man dem Patienten eine schnellere notärztliche Erstversorgung zukommen lassen und die Zeit bis zum Eintreffen eines fahrenden Notarztes überbrücken. Insgesamt soll das Telenotarzt-Konzept zu einem effizienteren Einsatz von Notärzten im Landkreis Vorpommern-Greifswald führen und das Gesamtsystem der notfallmedizinischen Versorgung entlasten. Dabei übernahm P3 die telemedizinische Ausstattung von sechs Rettungswagen, die Installation einer Telenotarzt-Zentrale sowie die Qualifizierung von Rettungsdienstmitarbeitern und 12 Notärzten. Die Ausbildung setzte sich aus theoretischen und praktischen Inhalten zusammen. Dabei hätten besonders die Themen Einsatztaktik und -kommunikation zwischen Telenotarzt und dem Rettungsdienstteam vor Ort im Mittelpunkt gestanden.

Die Etablierung des Telenotarztes im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist Teil des Projekts „Land|Rettung“, das u.a. die Wiederbelegungskompetenz von Laien stärken soll. Der P3-Telenotarzt kommt bereits in Aachen und im Rettungsdienstbereich Euskirchen zum Einsatz. Das System soll dem Rettungsdienst die mobile Kommunikation mit einem Notarzt ermöglichen, der nicht selbst vor Ort ist, z.B. zur Absicherung von Diagnosen und der Delegation von Maßnahmen. 

Stumpf + Kossendey Verlag, 2019
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