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Unimog als hochgeländegängige Verstärkung

22.12.2016, 08:48 Uhr

Foto: Peter Poguntke

Übergabe an Bergwacht Schwarzwald

Pünktlich zum Start der Wintersportsaison hat Mercedes-Benz der Bergwacht Schwarzwald e.V. (nicht zu verwechseln mit der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes) in Baden-Württemberg einen hochgeländegängigen Unimog U 4000 mit siebensitziger Doppelkabine übergeben. Das Fahrzeug wird als langfristige Leihgabe zur Verfügung gestellt. Wie die Leitung der Bergwacht Schwarzwald bei der Übergabe mitteilte, soll der Einsatz des Unimog weit über Rettungseinsätze in den Bergen hinausgehen. So wird er auch im Bereich Bevölkerungsschutz (z.B. bei Hochwasserkatastrophen) verwendet werden. „Der Unimog stellt darüber hinaus die neue Logistik-Komponente unseres Fuhrparks dar“, betonte David Hierholzer, Landesleiter der Bergwacht Schwarzwald. Auf dem Fahrzeug können u.a. schwere Ausrüstungsgegenstände dauerhaft verladen werden. Bisher mussten solche Ausrüstungen in den Bergrettungsstationen gelagert und bei Bedarf erst von dort aus herangeschafft werden. Der Unimog erlaubt es nun, das schwere Material mobil zu halten und auch in unzugänglichem Gelände nahe an die Einsatzorte heranzubringen.

Auch häufig benötigtes Bergungsgerät der Feuerwehr kann auf diese Weise transportiert werden. Die Ausrüstung ist in sog. Rettungsmodule aufgeteilt, die auf Rollwagen verladen werden, um das Spezialfahrzeug schnell für logistische Leistungen umrüsten zu können. Dazu zählen z.B. das Modul Seilbahnevakuierung und das Modul Beleuchtung mit Notstromerzeugern und Flutlichtstrahlern. Das Modul Betreuung umfasst Zelte mit Einrichtung für die Erstversorgung von Verletzten, das Modul Lawinenrettung Material zur Suche und Rettung von Verschütteten. Das derzeitige Schwerpunkt-Einsatzgebiet am knapp 1.500 m hohen Feldberg eignet sich durch seine harten klimatischen Bedingungen sowie seiner steilen und felsigen Topografie bestens, um die Einsatzmöglichkeiten des Unimog für Einsätze in der Bergrettung auszuloten. Jährlich kommen mehr als neun Millionen Touristen zum Feldberg. Hierbei fallen rund 600 Notfälle an. Die Bergwacht Schwarzwald gliedert sich in die vier Bereiche Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut und Schwarzwald-Nord. Im vergangenen Jahr absolvierten die Bergretter rund 1.500 Einsätze. (pog)

Kommentare

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22.12.2016, 17:22 Uhr von Maurice
Schade, Chance vertan! Das ganze klingt irgendwie wie ein Werbeartikel von Mercedes-Benz... :-/

Trotzdem: Frohe Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr.
23.12.2016, 14:06 Uhr von Hans
Da sind so viele Module welche man durchaus parallel einsetzen kann.Stellt sich die Frage ob dann überhaupt der Platz aufdringlich Ladefläche noch vorhanden ist.
Ansonsten finde ich es schon gut. LG Hans
23.12.2016, 15:47 Uhr von Hans
Sorry sollte heißen ob der Platz auf der Ladefläche noch vorhanden ist.
23.12.2016, 22:27 Uhr von Claws
Lieber Maurice,

Chance genutzt.

ich schreibe als Privatperson. Das ist Deutschland. Man hilft und es wird einem Werbung unterstellt: Fakt ist, nachdem die Bergwacht in Baden-Württemberg nicht ohne ausstattungstechnische Probleme war - wie der Sender SWR wiederholt feststellte - hilft eine ansässige Firma. Wo ist das Problem ? Es wird mit ein legendäres Klasse-Geländefahrzeug von der heimischen Wirtschaft geholfen. Der Bergwacht hilft es und die Verunglückten werden es danken. Der Name ist zweimal genannt. Im übrigen muss niemand ein Fahrzeug irgendeiner Marke kaufen - sondern das was ihm gefällt. MIr hat der Artikel von Peter gefallen.
24.12.2016, 09:55 Uhr von J
Typisch DEUTSCH, wenn man nichts zu meckern hat, ist man nicht glücklich.
24.12.2016, 13:26 Uhr von Jan
Die Bergrettung ist ein weiterer Bereich, der endlich professionalisiert werden muss. Rettungsdienst gehört nicht in die Hände Ehrenamtlicher. Hobbyretter sollten endlich Geschichte sein. Bergretter müssen Notfallsanitäter mit Zusatzausbildung sein.
24.12.2016, 15:08 Uhr von Theodor
Du gutes und Rede drüber! Ich sehe so etwas zwar auch eher kritisch aber hier möchte ich mich mal den dem Kommentar von Claws anschließen. Und, ganz Erhlich, MB sponsert hier ein Fahrzeug. Okay. Wenn MB davon jetzt 10 weitere verkauft und einen Euro macht -- (kratz am Kopf) -- was ist daran so Verwerflich? Viel schlimmer finde ich die nutzlose Beschaffung von Baby-NAW und Baby-RTW die kein Mensch, egal ob großer oder klein, wirklich braucht oder nur einen kleinen elitären Bevölkerungsminderheit (Großstadt) zugute kommt und dafür dann auch noch Spendengeld verbrannt werden. Meinstens von etablierten HiOrgs die sich die Fahrzeuge auch ohne Spenden leisten könnten und sich dann noch groß in der Zeitung ablichten lassen wie toll Sie doch alle sind und in Wirklichkeit geht es nur um das Ego von irgendwelchen Kreisgeschäftsführern. (Man könnte fast den Eindruck gewinnen, ich würde die HiOrgs DRK, MHD und die anderen nicht mögen -- Was da wohl die Gründe für sind???)
25.12.2016, 11:35 Uhr von Heribert
@Theodor: Recht haste. ;-) Zumindest in Bezug auf die HiOrgs...
02.01.2017, 21:00 Uhr von Kurt
@Jan "Die Bergrettung ist ein weiterer Bereich, der endlich professionalisiert werden muss."

Gut gebrüllt, Löwe! Ich freue mich auf Ihren Finanzierungsvorschlag für den vollkommen hauptamtlichen Bergrettungsdienst.
02.01.2017, 21:37 Uhr von Jan
Das hätte man vom Regelrettungdienst auch gesagt, als ihn noch DRK-Bereitschaften und Samaritergruppen machten. Wo ein Wille ist, da ist auch Geld. Großstädte machen es vor: Berufsfeuerwehren decken die Grundlast in allen Einsatzbereichen fachlich ab. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Professionalität auf dem Wasser und in den Bergen aufhört.
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