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11.2. – Europäischer Tag des Notrufs

11.02.2011, 00:01 Uhr

Fotos: Jörn Fries

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Bundesinnenminister und DFV bewerben Euro-Notruf 112

Am heutigen Freitag, den 11. Februar 2011 findet nun schon zum dritten Mal EU-weit der „Europäische Tag des Notrufs“ statt. Um die kostenfreie Notrufnummer „112“ bekannter zu machen, hatte die Europäische Kommission im Jahr 2009 eine entsprechende Initiative ins Leben gerufen. Im Vorfeld haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der Deutsche Feuerwehrverband eine gemeinsame Pressemitteilung veröffentlicht, in der auf die seit Dezember 2008 bestehende Möglichkeit hingewiesen wird, in den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie in Andorra, auf den Färöer-Inseln, in Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, in der Schweiz, in Serbien und in der Türkei über die gebührenfreie Notrufnummer „112“ jederzeit Notrufzentralen zu erreichen. In den einzelnen Bundesländern finden zudem verschiedene Aktionen anlässlich des Notruf-Tages statt, wie es auf Anfrage von RETTUNGSDIENST aus den für Feuerwehr und Rettungsdienst zuständigen Ministerien der Länder hieß.

Insbesondere im Südwesten der Republik, wo noch im Jahr 2009 hitzige Diskussionen über das Für und Wider des Euro-Notrufs geführt wurden, findet der „Europäische Tag des Notrufs“ in diesem Jahr weite Beachtung. So hat bereits am 28. Januar Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech eigens eine Pressemitteilung zu diesem nach wie vor umstrittenen Thema veröffentlicht. Auch der DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz in Freiburg, zahlreiche Kreisfeuerwehrverbände sowie die Interessengemeinschaft Privater Rettungsdienst Baden-Württemberg wiesen schon im Vorfeld des 11. Februar auf die Besonderheiten der europaweiten Notrufnummer „112“ hin. Ziel aller Initiativen ist, den Bekanntheitsgrad der „112“ weiter zu erhöhen. Denn eine Studie aus dem Jahr 2009 ergab, dass in Deutschland zwar überdurchschnittliche 75% der Befragten die Nummer gekannt haben. Es sei aber nur 18% bewusst gewesen, dass die „112“ europaweit gilt.

Unterdessen zeichnet sich auch in Nordbaden eine tragfähige Lösung ab: Medienberichten zufolge sollen ab heute 112-Notrufe nicht nur in der Feuerwehrleitstelle Karlsruhe auflaufen, sondern auch parallel in der Rettungsleitstelle des DRK in Bruchsal. Die im Südwesten der Republik bislang als „unechte“ Notrufnummer propagierte 19 222 (mit Vorwahl) wird für Krankentransporte beibehalten. (FRI)

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