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116 117 ab Januar 2011

15.07.2010, 11:34 Uhr

Fotos: JUH Mainz und J. Fries

Neue EU-weite Servicenummer für den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst

Von Januar bis Mai 2010 gab es in Brandenburg bereits einen Probelauf. Ab Januar 2011 soll der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst am Wochenende und außerhalb der Sprechzeiten in Deutschland über die einheitliche Rufnummer 116 117 zu erreichen sein – sowohl aus dem Festnetz wie aus dem Mobilfunknetz. Die anderen 26 EU-Mitgliedsstaaten sollen sukzessive folgen. Bislang waren in Brandenburg die Hausarzt-Vertreter unter der kostenpflichtigen 14-stelligen Rufnummer 0 18 05 / 58 22 23 XXX erreichbar, in ganz Deutschland gab (und gibt es derzeit noch) rund 800 unterschiedliche Rufnummern. Für lebensbedrohliche Notlagen gilt auch weiterhin der ebenfalls kostenfreie Euro-Notruf 112.

Von der Projektidee bis zur Umsetzung hatte es nur fünf Jahre gedauert, teilte am Dienstag, den 13. Juli der Vorsitzende der federführenden Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Hans-Joachim Helming, stolz der Presse mit. 2007 hatten KVBB und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) das Modellprojekt bei der Europäischen Kommission eingereicht, im November 2009 gab es dann „grünes Licht“ aus Brüssel. Die Bundesnetzagentur in Bonn hatte der Kassenärztlichen Bundesvereinigung am 16. Juni 2010 die kostenfreie Servicenummer 116 117 zugeteilt. Diese muss innerhalb von 180 Tagen bundesweit eingerichtet sein. RETTUNGSDIENST wird die Entwicklung auch weiter kritisch-konstruktiv begleiten. (FRI)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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