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75-jähriger Kletterer abgestürzt und schwer verletzt

26.10.2004, 08:55 Uhr

Foto: Raimund Wimmer, Bergwacht Göppingen

Am Sonntag gegen 14:45 Uhr stürzte am Himmelsfelsen bei Eybach ein 75-jähriger Göppinger beim Klettern aus etwa 5 m Höhe ab. Die Bergwacht Göppingen und Geislingen-Wiesensteig war mit insgesamt 18 Helfern und der DRK-Rettungsdienst war mit vier Rettungsassistenten und einer Notärztin im Einsatz.

Der Verunglückte, ein erfahrener Bergsteiger, wollte mit zwei Kletterkameraden am Himmelsfelsen eine Tour steigen. Kurz nach dem Einstieg verlor er in etwa 5 m Höhe den Halt und stürzte ab. Beim Aufprall mit dem Kopf und einem anschließenden Salto zog er sich schwere Verletzungen zu. Glück im Unglück hatte er, weil er mit dem Kopf auf dem Waldboden aufprallte und nicht auf den Fels oder einen Stein. Mit Sicherheit wäre die Kopfverletzung weniger schwer gewesen, hätte er einen Kletterhelm aufgehabt.

Wegen des Verdachts auf eine Wirbelsäulenverletzung, eines Thorax-Traumas und eines Schädel-Hirn-Traumas wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Noch an der Unfallstelle wurde der Verletzte von der Notärztin in Narkose versetzt. Nachdem er medizinisch versorgt und auf der Vakuummatratze in der Gebirgstrage transportfähig gemacht worden war, erfolgte der Abtransport durch das steile Waldgelände. Die Retter mussten etwa 100 m zusammen mit der Gebirgstrage abgeseilt werden. Erschwert wurde dieser Abtransport dadurch, dass der Verletzte ständig beatmet werden musste und akute Steinschlaggefahr bestand. Am Ende eines Waldweges konnte die Bergwacht den Verletzten dem Rettungsdienst übergeben, der ihn sofort zum Hubschrauberlandeplatz am Ortsausgang brachte. Nach weiteren Untersuchungen durch die Notärzte wurde der Verunglückte in eine Spezialklinik nach Stuttgart geflogen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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