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ADAC Luftrettung mit Rekordstatistik für 2011

17.01.2012, 08:41 Uhr

Fotos: ADAC

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47.315 Einsätze an 34 Stationen

Niemals zuvor mussten die Hubschrauber der ADAC Luftrettung häufiger in die Luft als im Jahr 2011: Die Zahl der oftmals lebensrettenden Einsätze stieg auf 47.315, das sind 3.232 Starts oder 7,3% mehr als im Jahr zuvor. Bei rund 130 Rettungsflügen pro Tag versorgten die 34 Stationen der Gelben Engel insgesamt 43.273 Patienten. Einer der Hauptgründe für den starken Anstieg der Einsatzzahlen waren die langen Schönwetterperioden in Frühjahr und Herbst, die sowohl für eine Zunahme bei den Freizeit- und Verkehrsunfällen als auch bei den internistischen Notfällen sorgten. Ein weiterer Grund sind technische Innovationen bei den Rettungsleitstellen, die einen noch besser abgestimmten Einsatz der Rettungshubschrauber ermöglichen.

Die meisten Einsätze absolvierte 2011 die Station „Christoph 5“ in Ludwigshafen mit 1.970 Missionen. Auf Rang zwei folgte „Christoph 10“ in Wittlich mit 1.961 Flügen vor „Christoph 31“ in Berlin (1 944). Am vierthäufigsten ging „Christoph Europa 1“ in Aachen mit 1.917 Einsätzen in die Luft. 53 Mal leistete er dabei grenzüberschreitend in Belgien und den Niederlanden Hilfe. Einmal wurde die Crew zu einem Verletzten gerufen, der genau auf der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland lag. Doch wegen des speziellen Einsatzortes waren sie nicht die einzigen: Auch der niederländische Rettungsdienst sowie die Polizei beider Länder waren vor Ort – Hilfe kam also von allen Seiten. Ein Flug des Kölner Hubschraubers ging weit über den üblichen Einsatzradius von 50 bis 70 km hinaus: Mit einem schwer kranken Baby im Inkubator an Bord flog die Crew nach London, wo das Kind in einer Spezialklinik behandelt werden konnte.

Bei rund der Hälfte aller ADAC-Einsätze (48,8%) handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen oder Schlaganfälle. Der zweithäufigste Anforderungsgrund für die ADAC-Hubschrauber waren neurologische Notfälle (12,5%). Bei 10,7% aller Einsätze wurden die Gelben Engel zu Verkehrsunfällen gerufen.


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