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„Alert4All“ warnt im Bevölkerungsschutz

16.10.2013, 09:37 Uhr

Fotos: DLR (CC-BY 3.0)

Neues Alarmierungssystem mit „MoWaS“ zusammengeführt

Wissenschaftler am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben ein neues Alarmierungssystem für den Bevölkerungsschutz entwickelt: „Alert4All“ (Alarm für alle) entstand in Zusammenarbeit mit elf europäischen Partnern sowie „Euralarm“, einem Netzwerk europäischer Sicherheitsindustrien. Behörden sowie Einrichtungen können europaweit miteinander vernetzt und Bürger unterwegs, im Büro oder Zuhause über verschiedene Kommunikationswege einheitlich alarmiert werden.

„Alert4All“ ist als Webportal für registrierte Nutzer angelegt. Behörden, Sicherheitsverantwortliche oder Einsatzkräfte können den aktuellen Informationsstand zur Alarmierungslage in Krisenfällen in ganz Europa abrufen und sich dazu austauschen. Dadurch sind auch Abstimmungen für eine länderübergreifende Alarmierung der Bevölkerung möglich. Die Warnmeldungen werden über Satellit verbreitet, nicht zuletzt weil „terrestrische Systeme während Katastrophen nicht verfügbar, weil deren Infrastruktur beschädigt oder zerstört wurde. Satellitensysteme bleiben dagegen in aller Regel verfügbar“, erklärt Projektleiterin Cristina Párraga Niebla (siehe Foto) vom DLR-Institut für Kommunikation und Navigation. „Alert4All“ wurde in Zusammenarbeit mit dem BBK mit dem „Modularen WarnSystem“ (MoWaS), dem deutschen System zur Warnung der Bevölkerung, erfolgreich zusammengeführt.

Eine Besonderheit von „Alert4All“ ist, dass die Warnmeldung nur einmal im System erstellt werden muss und automatisch über sämtliche Kommunikationskanäle verbreitet wird. Die Meldung über etwaige Gefährdungslagen erreicht die Empfänger z.B. als Textnachricht auf Mobiltelefonen oder Navigationsgeräten, auf LED-Anzeigen von Bahnhöfen oder Flughäfen, oder als Sprachwarnung über Lautsprechersysteme in Gebäuden und auf öffentlichen Plätzen. Im Rahmen des folgenden Forschungsprojekts „PHAROS“ soll ein vollständiges Katastrophenschutz-System aufgebaut werden – vom Gefahrenmonitoring über eine Alarmierung mit „Alert4All“ bis hin zum Einsatz der Hilfskräfte.

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