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Auch Deutschland wäre auf eine derartige Katastrophe nicht vorbereitet

07.09.2005, 09:41 Uhr

Foto: KFS Universität Kiel

Experte kritisiert deutschen Katastrophenschutz

In einem Interview mit der „Netzeitung“ kritisiert Willi Streitz von der von der Katastrophenforschungsstelle der Universität Kiel (http://www.kfs.uni-kiel.de) im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Hurrikans in New Orleans auch den deutschen Katastrophenschutz. Es fehle an besseren Koordinations- und Kommunikationsmöglichkeiten, gebe keinen einheitlichen Katastrophenschutz, was immer wieder zu Kompetenzgerangel führe, und ein einheitliches, flächendeckendes Frühwarnsystem hätten wir auch nicht mehr.

Hierzulande, so Streitz, müsse man auch eine Zunahme von starken Winden und Hochwassern registrieren, mit größeren Sturmfluten sei in Zukunft zu rechnen. Größere Industriekatastrophen wie etwa Unfälle in Atomkraftwerken seien eher unwahrscheinlich, auch wenn man sie nicht ausschließen könne. „Weltweit gibt es zudem eine gewisse Gefahr von terroristischen Anschlägen“, meint Willi Streitz, „man kann nicht davon ausgehen, dass ausgerechnet wir von alldem verschont bleiben.“

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