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Baden-Württemberg optimiert Stabsarbeit

05.08.2004, 16:26 Uhr

Wirksames und effektives Krisenmanagement

Der baden-württembergische Ministerrat hat in seiner jüngsten Sitzung eine vom Innenministerium erarbeitete Vorschrift zur Bildung von Krisenstäben bei außergewöhnlichen Ereignissen und Katastrophen beschlossen. Damit wird ein einheitliches Führungsmodell bei den Katastrophenschutzbehörden im Südwesten (Innenministerium, Regierungspräsidien, Landratsämter und Bürgermeisterämter der Stadtkreise) verbindlich eingeführt. Falls Stäbe bei anderen Ministerien oder Behörden zusammengerufen werden müssen, soll dies ebenfalls nach dem neuen Konzept erfolgen. Auslöser, das bisherige Stabsmodell zu optimieren, waren unter anderem die Terroranschläge in den Vereinigten Staaten am 11. September 2001 und das Flugzeugunglück am Bodensee in der Nacht zum 2. Juli 2002.

„Ziel des neuen Systems ist es, im Ernstfall die Stäbe in den Behörden umgehend einzusetzen, denselben Informationsstand der Verantwortlichen auf allen Ebenen sicherzustellen und damit auch die Bevölkerung und die Medien möglichst schnell und umfassend zu informieren“, sagte Innenminister Heribert Rech am Mittwoch, 4. August 2004, in Stuttgart. Auch die Innenministerkonferenz habe nach den Erfahrungen aus dem Elbe-Hochwasser und basierend auf dem baden-württembergischen Führungsmodell im vergangenen November ein neues, bundeseinheitliches Stabsmodell gebilligt und die Länder gebeten, dieses einzubeziehen, um auch länderübergreifend eine optimale Kommunikation, Koordination und Kooperation zu erzielen.

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